Das Schwule Museum in Berlin gehört zu den bedeutendsten queeren Kultureinrichtungen weltweit – und feiert in diesem Dezember ein besonderes Jubiläum.
Ab dem 7. Dezember präsentiert das Museum in Berlin die große Jubiläumsausstellung „…und damit fingen dann die Probleme an“, die tief in die Entstehungsgeschichte des Trägervereins und in vier Jahrzehnten queere Kulturarbeit eintaucht.
Berliner Museum wird 40 Jahre alt
Die nichtöffentliche Eröffnung findet laut „queer.de“ am 6. Dezember statt – genau 40 Jahre nach der Vereinsgründung. Am Nikolaustag 1985 riefen Manfred Baumgardt, Wolfgang Theis, Manfred Herzer-Wigglesworth, Andreas Sternweiler und Egmont Fassbinder den „Verein der Freunde des Schwulen Museums in Berlin“ ins Leben.
Da für die Vereinsgründung sieben Personen erforderlich waren, unterschrieben Detlef Mücke und Winfried Kuhn spontan solidarisch mit.
Das Museum selbst beschreibt den Moment rückblickend als Akt der Selbstermächtigung: eine Institution, die begann, schwules Leben zu dokumentieren, Wissen zu bewahren und queere Geschichte sichtbar zu machen. Archiv, Bibliothek und Ausstellungstätigkeit wurden zur Grundlage einer Einrichtung, die weit über Berlin hinausstrahlt.
Das zeigt die neue Ausstellung
Die Jubiläumsschau, die bis März 2026 zu sehen sein wird, zeigt zahlreiche Objekte, Dokumente und Fotografien aus dem umfangreichen Archiv des Museums. Ergänzt wird die Ausstellung durch neue Video- und Audiointerviews mit mehreren Gründungsmitgliedern.
Realisiert werden konnten die Gespräche dank privater Spenden aus der Crowdfunding-Kampagne „40 Jahre Schwules Museum – Gründungsgeschichte sichern“. Gefördert wird das Projekt zusätzlich durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ein Blick in die Geschichte des Hauses zeigt seinen stetigen Wandel: Von 1986 bis 1988 nutzte das Museum Räume der Allgemeinen Homosexuellen Arbeitsgemeinschaft (AHA) in der Friedrichstraße. 1990 zog der Verein in größere Räume am Mehringdamm, bevor er 2013 schließlich in den heutigen Standort in der Lützowstraße wechselte.
Mit der neuen Ausstellung blickt das Schwule Museum nicht nur zurück – sondern macht seine bewegte, mutige Geschichte für kommende Generationen lebendig.
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