Edeka und Kaufland versprechen satte Rabatte – die Apps sprechen eine andere Sprache

Coupons, Punkte, Gratisprodukte: Die Apps von Kaufland und Edeka locken mit Rabatten an der Kasse. Doch welche lohnt sich wirklich? Die Analysten von Coupon.de haben beide Programme verglichen. Ihre Ergebnisse liegen unserer Redaktion exklusiv vor. Die Wege zur Ersparnis könnten kaum unterschiedlicher sein.

Bei Kaufland wechseln die Coupons ständig. Sie bringen Produktrabatte, Geldwertgutscheine oder Gratisbeigaben. Pro Euro Einkaufswert landet ein Treuepunkt auf dem Konto. Damit holen sich Kunden Xtra Gratis Produkte in der Filiale. Ein Testeinkauf über 127,46 Euro brachte 6,27 Euro Ersparnis. Davon stammten 5 Euro aus dem Bonus für die erstmalige Nutzung der digitalen Kundenkarte.

📌 Das steckt hinter Edeka und Kaufland Edeka ist eine Genossenschaft. Der Verbund besteht aus selbstständigen Kaufleuten und regionalen Genossenschaften. Viele Edeka-Märkte werden von Einzelhändlern vor Ort geführt. Deshalb unterscheiden sich Sortiment und Auftritt von Markt zu Markt. Kaufland gehört zur Schwarz-Gruppe. Zu dieser Gruppe zählen auch Lidl, Schwarz Produktion und der Entsorger PreZero. Der Hauptsitz ist in Neckarsulm. Anders als bei Edeka werden die Filialen zentral gesteuert. Edeka ist Marktführer in Deutschland. Gemessen am Umsatz und an der Zahl der Märkte steht Edeka im deutschen Lebensmitteleinzelhandel an der Spitze. Zum Verbund gehören auch Netto Marken-Discount und, über die Genossenschaft, die Marke Edeka selbst. Kaufland setzt auf große SB-Warenhäuser. Die Märkte sind meist deutlich größer als normale Supermärkte. Neben Lebensmitteln gibt es oft Haushaltswaren, Elektronik und Textilien. Kaufland ist auch in mehreren osteuropäischen Ländern aktiv, zum Beispiel in Polen, Tschechien und Rumänien.

Edeka und Kaufland: Payback gegen Coupons

Edeka setzt dagegen auf Payback. Seit Januar 2025 verknüpfen Kunden ihr Konto direkt mit der App. Pro zwei Euro Einkaufswert gibt es einen Punkt, und der ist einen Cent wert. Bei 100 Euro Einkauf kommen so 0,50 Euro zusammen. Zusätzliche Payback-Coupons erhöhen die Bepunktung.

Außerdem lockt Edeka mit Challenges. Wer eine Mindestanzahl bestimmter Produkte kauft, bekommt Gratisbeigaben, Gutscheine oder Partnervorteile. Wechselnde Treueaktionen bringen die alten Sammelhefte ins Digitale. Die Bedingungen ändern sich allerdings regelmäßig. Ein Blick ins Kleingedruckte lohnt sich also.

Kaufland und Edeka: Selbst aktivieren oder einfach sparen

Im Detail zeigen sich die Unterschiede. Bei Kaufland müssen Kunden Coupons vor dem Einkauf selbst aktivieren. Manche kosten sogar Treuepunkte. Presseerzeugnisse, Tabak und Pfand bleiben außen vor. Bei Edeka sind die Coupons dagegen automatisch freigeschaltet. Beide Händler erlauben es, mehrere Coupons gleichzeitig einzulösen.

Beim Service punkten beide mit Onlineprospekt, Einkaufsliste und digitalem Kassenbon. Kaufland ergänzt Onlineshop und Kaufland Pay. Edeka bietet Scan & Go und Ladesäulen. Das Fazit: Coupon-Jäger fahren mit Kaufland gut. Wer viel einkauft, profitiert bei Edeka, denn der Payback-Vorteil wächst mit dem Einkaufswert.