Kunden von Sparkasse, Volksbank und Co. wollen mit Depot wechseln – und tappen in Falle

Immer mehr Anbieter werben mit kostenlosen oder günstigen Wertpapierdepots. Doch Anleger sollten bei solchen Angeboten von Sparkasse, Volksbank und Co. genau hinschauen. Denn verlockend klingt nicht immer gleich lohnend. Geringe Kosten steigern zwar die Rendite, oft stecken aber hinter solchen Versprechen versteckte Gebühren.

Gratis? Was bei Sparkasse, Volksbank und Co. zählt

Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW mahnt zur Vorsicht bei pauschalen Aussagen. Ist das Depot wirklich kostenlos? Oft fallen Gebühren erst ab einem bestimmten Depotwert weg – oder sie gelten nur für spezielle Zielgruppen. Auch für ETFs können Ordergebühren anfallen, wenn bestimmte Anlagebeträge oder Fonds nicht in die Sparpläne einbezogen sind. Manche Rabatte sind zudem nur für das erste Jahr aktiv. Ohne gründliche Prüfung könnten auf den zweiten Blick Extrakosten die Rendite drücken.

Ein weiterer wichtiger Rat für alle Anleger: Steuerfallen meiden! Wer sein Wertpapierdepot von der Sparkasse, Volksbank und Co. zu einer anderen Bank übertragen möchte, sollte dies genau prüfen. „Denn nur Überträge auf ein Depot, das auf den eigenen Namen läuft, sind steuerlich nicht relevant“, so Scherfling. Ein Wechsel auf ein Depot eines anderen Namens dagegen kann steuerliche Konsequenzen haben.

Depotwechsel bei Sparkasse, Volksbank und Co.

Dabei gilt ein solcher Übertrag als Gläubigerwechsel – und das zieht Steuerpflicht nach sich. Besonders bei Schenkungen oder Übertragungen an die eigenen Kinder sollten Anleger genau hinschauen. Vorab ist zu klären, ob der Übertrag steuerfrei innerhalb eines gültigen Freibetrags für Schenkungen möglich ist. Wenn nicht, gilt der Vorgang als Verkauf und Abgeltungsteuer könnte anfallen.

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Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es daher ratsam, bei jedem Depotangebot von Sparkasse, Volksbank und Co. einen genauen Blick ins Kleingedruckte zu werfen. Ein gründlicher Check vor Vertragsabschluss schützt, damit böse Überraschungen – sei es durch versteckte Gebühren oder steuerliche Probleme – erst gar nicht auftreten. Es gilt: besser zweimal prüfen, bevor man sich bindet!

Dieser Artikel wurde teils mit maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.