Die Bambi-Verleihung hätte für US-Ikone Cher ein strahlender Moment werden sollen – stattdessen geriet der Abend wegen Thomas Gottschalk zum Skandal. Der 75-Jährige hielt eine Laudatio, die mehr über ihn selbst als über die Preisträgerin handelte und mit dem Satz endete, Cher sei „die einzige Frau, die ich in meinem Leben ernst genommen habe“. Die Buhrufe im Saal waren nur der Anfang: Nun äußert sich Moderatorin Jeannine Michaelsen ausführlich und ungewöhnlich scharf.
Michaelsen, bekannt als ProSieben-Gesicht, veröffentlichte auf Instagram ein Video, in dem sie den gesamten Vorfall einordnet. Sie kritisiert nicht nur Gottschalks Rede, sondern vor allem die Entscheidung, ihm ausgerechnet diesen prominenten Slot zu überlassen. Für sie steht fest: Man hätte es wissen können – und müssen.
Thomas Gottschalks Einsatz bei den Bambis als Fehlentscheidung
In ihrem Video erklärt Michaelsen, Gottschalk zeige seit Jahren sehr offen, „wo er intellektuell und meinungsmäßig unterwegs ist“. Deshalb sei die Überraschung über seine Rede geringer als die Enttäuschung darüber, dass Verantwortliche ihm dennoch die Bühne über Cher gegeben hätten. Durch diese Fehlentscheidung sei nicht nur der Auftritt der Pop-Ikone beschädigt worden, sondern auch die Wertschätzung gegenüber allen anderen Preisträgern: Gottschalk habe „die ganze Veranstaltung einmal mit dem Arsch eingerissen“.
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Michaelsen betont, das Problem liege nicht allein beim Moderator, sondern bei jenen, die ihn trotz langjähriger Erfahrungen mit seinen Aussagen bewusst in diese Position gesetzt hätten. Die Bambi-Bühne sei damit in einem entscheidenden Moment falsch besetzt gewesen.
Das Verhalten kann nicht entschuldigt werden
In einem zweiten Clip bezieht Michaelsen klar Position zu Gottschalks Frauenbild und den Reaktionen darauf. Das Argument, er sei „halt ein alter Mann“ und solle deshalb nachsichtig behandelt werden, weist sie entschieden zurück. Es gehe nicht darum, jemandem seine Meinung zu verbieten, sondern Fehltritte nicht mit Altersbonus zu entschuldigen.
Frauen hätten heute eine Stimme und eine Lobby, erklärt Michaelsen – auch wenn das manchen nicht gefalle. Kritik sei legitim, notwendig und kein Angriff, sondern Reaktion. „Wir hören uns euer Geblubber ja schließlich auch an“, sagt sie zum Abschluss.
