Ein erster Wintergruß hat Deutschland über Nacht in eine weiße und teils gefährliche Landschaft verwandelt. Schnee und Eis sorgten vielerorts für Chaos, besonders im Süden. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Montag vor weiterem Schneefall, gefrierendem Regen und glatten Straßen, die den Verkehr weiter bremsen könnten. Das berichtet die Bild.
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In Bayern endete die glatte Fahrt auf der Autobahn 93 bei Maxhütte-Haidhof tragisch. Drei Menschen starben dort am frühen Morgen, mehrere wurden verletzt. Zwei Lastwagen und ein Auto krachten auf spiegelglatter Fahrbahn zusammen. Die Polizei spricht von einem der schwersten Unfälle der Nacht.
Schnee und Glätte sorgen deutschlandweit für Chaos
Auch im Norden rutschten viele Fahrer. Zwischen Cuxhaven und Diepholz registrierten Beamte 42 Glätteunfälle. Schwerverletzte gab es dort nicht. Auf der A1 drehte sich ein Lkw am Bremer Kreuz, weshalb die Strecke Richtung Hamburg stundenlang gesperrt blieb. Hamburg selbst versank abends im ersten Schnee.
Die weiße Schicht in der Hansestadt führte allerdings kaum zu Störungen. Weder große Unfälle noch Zugausfälle wurden gemeldet. In Schleswig-Holstein bremste Glatteis die A7 aus. In Mittelfranken und bei Schnaittach rutschten Lastwagen von der A9. Auch auf der B73 bei Buxtehude blockierte ein quer stehender Sattelschlepper die Fahrbahn.
In Baden-Württemberg krachte es ebenfalls mehrfach, jedoch meist nur mit Blechschäden. In Würzburg stellte die WVV in der Nacht den gesamten Busbetrieb ein. Berlin und Brandenburg wachten in einer dünnen Schneedecke auf. Besonders an der Oder könnten bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen. Temperaturen von -2 bis -5 Grad verschärfen die Lage.
Flugbetrieb wegen Blitzeis kurzzeitig eingestellt
Am Flughafen Köln/Bonn stoppte Blitzeis den Flugbetrieb am Sonntagnachmittag für 45 Minuten. Start- und Landebahnen mussten enteist werden, erklärte ein Sprecher. Danach verzögerten sich einzelne Abflüge. Wie viele Passagiere betroffen waren, blieb zunächst unklar.
Deutschland erlebt am Montag (24. November) ein nasskaltes und unbeständiges Winterwetter. Viele Regionen melden Schnee oder Schneeregen. Im Südosten droht weiter Eisregen. Die Höchstwerte reichen von einem Grad an der Oder bis zu acht Grad bei Aachen, begleitet von schwachem bis mäßigem Südwind.
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