Sein Erfolg war sein Untergang: Das tragische Ende des Roy Black

Roy Black oder Gerd Höllerich, wie der Sänger bürgerlich hieß, führte ein fast schizophrenes Leben. Ganz Deutschland feierte den gutaussehenden Black, die Nation hatte einen „kollektiven Rausch“, wie es diese Woche bei „SoKo Schlager“ heißt. Doch er selbst mochte seinen Job nicht.

Seinen Ursprung in der Musikwelt hatte Roy Black im Rock, statt im Schlager. In einem Augsburger Keller fand er die Musik, auf der Bühne wurde er als Rocksänger entdeckt – vom Management zum perfekten Schwiegersohn geformt. Mit seiner Kunstfigur, die vor allem heile Welt und gute Laune propagierte, konnte sich Gerd Höllerich nie so richtig identifizieren.

Ein Wahn um Roy Black

Der Erfolg war allerdings zu gut, zwischenzeitlich gab es einen regelrechten Wahn um den Sänger. „Er hatte eben dieses gewisse Extra. Im Aussehen, in der Stimme, man kann es nicht erklären. Er war nicht austauschbar“, sagt die Frau seines Managers.

Nicht austauschbar – und trotzdem verschwand der Erfolg. Aus großen Hallen wurden Bierzelte, aus dem Ruhm wurde Frustration. „Will man mein Gesicht nicht mehr sehen? Oder ist es der Schlager?“, fragt sich Roy Black, der sich trotz seiner Abneigung gegen die „Schnulzen“, schon an den Erfolg gewöhnte. Dazu kommen schwere Herzprobleme, Black bricht zusammen, muss notoperiert werden.

Es scheint nach Jahren dann wieder aufwärtszugehen, ein Comeback in den Neunzigern mit der Serie „Ein Schloss am Wörthersee“ stimmt optimistisch. Doch der Fall wurde dann noch größer. Black stirbt alleine in seiner Fischerhütte. Sein Bruder findet ihn im Bett liegend, nur mit einem T-Shirt und Boxershorts bekleidet. „SoKo Schlager“ geht dem tragischen Fall auf den Grund.

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Über die Hosts von „SoKo Schlager“  

Bettina Steinke ist unter anderem Chefredakteurin unseres Partnerportals „Schlager.de“, einer Marke der FUNKE Digital. In ihrer neuen Rolle als Podcast-Host verbindet sie ihr investigatives Gespür für Verbrechen mit einer publikumswirksamen Audioproduktion.    

Janina Kirsch war Chefreporterin der GALA und Unterhaltungschefin bei BILD. Bei Podimo ist Kirsch mit dem Podcast „Stars and Crime“ vertreten, 2025 war sie in der Crime-Reportage „Auf den Spuren des Verbrechens“ bei ProSieben und JOYN zu sehen.    

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