Sie gehört zu den bekanntesten Medienfrauen Deutschlands – Sophia Thiel. Am Sonntag (23. November) jedoch hebt die 30-Jährige keine Gewichte oder unterstützt ihre Followerinnen und Follower bei der richtigen Ernährung. Nein, Thiel sticht mit dem ZDF-„Traumschiff“ in See.
Wobei, so richtig in See gestochen ist Sophia Thiel dann doch nicht. Wie es dazu kam, und was sie auf dem ZDF-„Traumschiff“ sonst noch erlebte, erzählt sie uns im Interview.
Sie spielen auf dem „Traumschiff“ die Rolle der Reise-Influencerin Nina Ahrens. Hand aufs Herz, bekommt man als Influencerin wirklich so viele Goodies?
Ja (lacht). Ich hatte zwar nur einen Drehtag, aber ich wurde sehr gut an Bord behandelt.
Wie kam es eigentlich zu Ihrem Auftritt auf dem „Traumschiff“?
Ich erinnere mich, wir haben im Februar gedreht, und die Anfrage kam sehr kurzfristig. Ich habe mich damals sehr gefreut, musste aber dennoch darüber nachdenken, ob es eine gute Entscheidung ist, zuzusagen. Die Schauspielerei ist für mich eine große Herausforderung, eine Challenge, sie ist ja nicht mein Steckenpferd. Aber ich springe gerne mal ins kalte Wasser. Und im Endeffekt konnte ich mir die Erfahrung nicht nehmen lassen.
War es denn, im Nachhinein betrachtet, eine gute Entscheidung?
Auf jeden Fall. Es war eine krasse Erfahrung, die gerne auch etwas länger hätte sein dürfen. Wir mussten alle Szenen in einen Tag pressen. Ich habe großen Respekt vor Schauspielern. Man stellt sich das so leicht vor, du musst ja nur deinen Text können, und dann alles so aussprechen, wie man es fühlen würde. Und dabei am besten noch ganz natürlich bleiben. Das ist leichter gesagt, als getan (lacht).
++ Barbara Wussow privat: So lebt die „Traumschiff“-Darstellerin abseits der Kameras ++
Sie waren also nur einen Tag an Bord?
Genau. Wir haben morgens angefangen, haben die verschiedenen Szenen gedreht, und waren abends fertig. 19 Uhr, glaube ich.
Wo haben Sie gedreht?
Im Hafen von Mauritius. Das Schiff musste am nächsten Tag schon weiter, deswegen haben wir alle Szenen dort eingefangen, und ich bin anschließend zurückgeflogen.
Und Sie hatten nicht den Wunsch mitzureisen?
Doch. Es ist bestimmt auch anstrengend, man arbeitet ja jeden Tag. Aber täglich neue Orte sehen, macht sicher Spaß.
Dem Traumschiff fehlt noch die Fitnesstrainerin…
Das kann ich mir auf jeden Fall vorstellen. Ich fände es aber auch spannend, mal etwas zu machen, was komplett meiner Persona widerspricht.
Gab es denn schon lose Gespräche?
Noch nicht. Ich glaube aber, dass ich auch kein überragendes Talent darstelle. Ich war an dem Tag aber auch mega aufgeregt. Die ersten Szenen mussten wir beispielsweise öfter drehen, weil es dann doch komischer aus mir herauskam, als ich es mir vorgestellt hatte.
++ Collien Ulmen-Fernandes privat: Trennung beim „Traumschiff“-Star! So geht es weiter ++
Das ist jetzt aber auch sehr selbstkritisch.
Das bin ich bei allen Sachen. Nicht geschimpft ist gelobt genug (lacht).
Haben Sie den Film bereits gesehen?
Nein, den werde ich zur Ausstrahlung sehen. Family-Public-Viewing. Vielleicht werde ich mich auch verstecken. Sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen – sei es im Fernsehen oder auch YouTube – hat etwas leicht Unangenehmes.
Sie haben in Ihrer Rolle ein Selfie mit dem Kapitän machen dürfen. Gibt es das wirklich?
Das gibt es wirklich (lacht). Ich weiß aber auch noch gar nicht, welche Szenen es schlussendlich in den Film geschafft haben.
Wie wurden Sie vom Team um Florian Silbereisen aufgenommen?
Alle waren super nett. Sie haben auch schnell gemerkt, wie aufgeregt ich war, haben mich sehr gut beruhigt. Ich habe auch tatsächlich gedacht, dass wir alle Szenen chronologisch drehen würden, habe dementsprechend auch den Text gelernt. Auf einmal haben wir aber mit Szene vier angefangen, dann eins und so weiter… Da hat sich alles in meinem Kopf umgedreht (lacht). Das ist gar nicht so einfach, du musst wirklich jede Szene aus dem Effeff im Kopf haben.
Und wie war Florian Silbereisen?
Wenn man einen so erfolgreichen Menschen vorher noch nicht kennengelernt hat, dann fragt man sich schon, wie nahbar er denn ist. Aber Florian war einfach super freundlich, super nett. Wir hatten zwar nur kurze Szenen miteinander, aber er hat mich wirklich begeistert.
Werden wir denn das gemeinsame Selfie noch zu sehen bekommen?
Ich habe während der Dreharbeiten tolles Posting-Material aufnehmen können. Um die Spannung hochzuhalten, habe ich es natürlich noch zurückgehalten. Die Fans, dürfen sich auf tolle Eindrücke freuen.
Wie ist Ihr Verhältnis zu der Filmreihe „Traumschiff“?
Ich kenne es von meinen Großeltern, habe es auch ab und an mal mit ihnen geguckt. Ich glaube aber auch, dass die Zielgruppe eher älter ist. Ich schaue zum Beispiel gar kein normales Fernsehen mehr. Das liegt vielleicht auch an meiner Trägheit, weil ich es nicht schaffe mir einen Anschluss zu holen. Aber meistens bin ich doch eher auf Netflix oder anderen Streaminganbietern unterwegs. Dennoch ist es schön, dass es solche Formate noch gibt.
Dann wäre der nächste logische Schritt ja der „Tatort“.
Ohja, ich bin ein riesiger Krimi-Fan. Da hätte ich richtig Lust drauf. Ich wäre das Mord-Opfer ohne Text.
Letzte Frage: Mit welchen drei Worten würden Sie ihr „Traumschiff“-Abenteuer beschreiben?
Aufregend. Anstrengend. Lustig. Wir haben wirklich sehr viel gelacht. Anstrengend waren aber vor allem die vielen Outfit- und Styling-Wechsel. Es war super heiß auf dem Schiff. Wir sind alle dahingeschmolzen (lacht).
