„Spannend, berührend, ekelhaft“ – Thilo Mischkes neue Doku zeigt die Hölle in Syrien

Diese Bilder vergisst man nicht. Reporter Thilo Mischke (44) wagt sich in seiner neuen „Uncovered“-Reportage an eines der dunkelsten Kapitel der syrischen Geschichte, und zeigt Szenen, die selbst ihn sprachlos machen.

Am Montagabend (10. November) läuft „Uncovered – Spurlos verschwunden: Der Deutsche aus dem Folterknast“ auf ProSieben. Dabei ist die 125 Minuten lange Doku nichts für schwache Nerven. Sie erzählt die Geschichte von Martin Lautwein, einem Deutschen, der 2018 in Syrien unschuldig festgenommen und 48 Tage lang brutal gefoltert wurde.

„Vor sieben Tagen wurden hier noch Leute gefoltert“

Mischke begleitet Lautwein bei seiner Rückkehr in das ehemalige Foltergefängnis – den Ort, an dem er einst um sein Leben bangte. Das Assad-Regime ist gefallen, Journalisten dürfen das Gebäude erstmals betreten. „Was sind das für Striche an der Wand?“, fragt Mischke in einem Moment des Entsetzens. Martins Antwort: „Das ist von den Kakerlaken, wenn du die daran zerdrückst.“

++ ProSieben zeigt Syrien-Doku von Thilo Mischke: Der Horror ist kaum beschreibbar ++

In den Räumen riecht es nach Schimmel, nach Verzweiflung, nach Tod. „Vor sieben Tagen wurden hier noch Leute gefoltert“, so Mischke mit zittriger Stimme. Für den Reporter ist diese Folge eine der härtesten seiner Karriere. „Das ist einer der berührendsten Filme, die wir je gemacht haben“, sagt er im Interview mit Joyn. „Ich habe in dieser Zelle verstanden, was Martin durchgemacht hat. Da bleibt nur noch eine Umarmung.“

ProSieben-Reportage deckt schonungslos auf

Auch der syrische Überlebende Karim (29) erzählt in der Reportage seine Geschichte. Zehn Jahre Haft, Folter und Entmenschlichung. „Wir kamen alle krank zurück – krank von dem, was wir gesehen haben“, sagt Mischke. „Es gibt dort Familien, die immer noch in den Böden graben, weil sie glauben, ihre Kinder seien unter dem Gefängnis verscharrt. Es ist ein Land voller Traumatisierter.“

„Uncovered“ zeigt schonungslos, wie brutal das syrische Regime vorging und wie schwer Aufarbeitung wirklich ist. Mischke: „Wir wollten zeigen, was Menschen angetan wurde – und warum man das nie vergessen darf.“

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Bereits vor der Ausstrahlung hagelt es im Netz Respekt für das Team. Ein Fan schreibt auf Instagram: „Ich weiß jetzt schon, dass das arg wird. Spannend, berührend, erschreckend, ekelhaft. (…) Thilo, Martin und Team – ich feiere euren Mut und eure journalistische Arbeit.“ Ein anderer kommentiert: „Danke, dass ihr berichtet. Danke, dass ihr das zeigt. So etwas darf nie wieder passieren.“

ProSieben zeigt die ganze Reportage am Montag (10. November) um 20.15 Uhr im TV und auf Joyn.