Trauer um „StarTrek“-Legende Patrick Stewart (†86): Das steckt hinter seiner seltenen Erkrankung

Nach einer kurzen Krankheit ist der britische Schauspieler Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren gestorben. Seine langjährige Sprecherin gab nun Details zu seinem Gesundheitszustand bekannt. Demnach kämpfte der Darsteller nicht nur mit Alzheimer.

Zusätzlich litt er an der sogenannten Lewy-Körperchen-Demenz. Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine eher seltene Variante. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft betrifft sie lediglich rund fünf Prozent aller Demenzkranken.

📌 Das war Patrick Stewart Geboren am 13. Juli 1940 in Mirfield, England. Gestorben am 28. Oktober 2026 im Alter von 86 Jahren. Weltberühmt als Captain Picard in „Star Trek“. Spielte Professor X in den „X-Men“-Filmen. Wurde 2010 von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen. Hinterlässt seine Ehefrau Sunny Ozell und zwei Kinder.

Schwere Symptome und Schwankungen im Tagesverlauf

Neben einem stetig fortschreitenden Gedächtnisverlust zeigen Erkrankte bei dieser Form der Demenz oft psychotische Symptome. Auch Bewegungsstörungen gehören zum typischen Krankheitsbild. Auffällig sind zudem starke Schwankungen bei der Wachheit und den geistigen Fähigkeiten der Patienten während eines Tages.

Männer erkranken offenbar häufiger an dieser speziellen Form als an klassischem Alzheimer. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft erklärt dazu: „Der Anteil der Männer an den Betroffenen ist wahrscheinlich höher als bei der Alzheimer-Demenz.“ Weiter heißt es von der Organisation: „Die Symptome treten überwiegend erst nach dem 65. Lebensjahr auf.“

Ursprung des Namens und Verlauf der Krankheit

Ihren Namen verdankt die Krankheit dem Nervenarzt Friedrich H. Lewy. Bereits im Jahr 1912 beschrieb der Mediziner erstmals bestimmte Einschlüsse in den Nervenzellen des Hirnstamms. Diese Merkmale sind eigentlich charakteristisch für die Parkinson-Krankheit.

Nach einer Diagnose leben die Patienten im Durchschnitt noch sieben bis acht Jahre. Der Alltag wird für die Erkrankten mit der Zeit immer schwerer zu bewältigen. „Wie bei anderen Demenzerkrankungen auch, verlieren die Betroffenen zunehmend die Fähigkeit, im Alltag zurechtzukommen“, schreibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Am Ende der Krankheit treten meist massive körperliche Einschränkungen auf. „Im Endstadium kommt es zu Schluckstörungen und in der Regel sterben Betroffene an einer Lungenentzündung“, teilt die Gesellschaft mit. Auch bei der klassischen Alzheimer-Erkrankung, an der Stewart ebenfalls litt, beträgt die durchschnittliche Krankheitsdauer bis zum Tod etwa acht Jahre.

Zu den typischen Symptomen von Alzheimer zählen neben Gedächtnis- und Orientierungsproblemen auch Sprachstörungen. Ebenso verändern sich die Persönlichkeit sowie das Denk- und Urteilsvermögen der Betroffenen drastisch.

Quelle: dpa