Weihnachtsmarkt entfernt Namen „Lumumba“ – seit Jahren gibt es Streit um beliebtes Getränk

Neben dem Glühwein gibt es noch weitere beliebte Getränke, die auf keinem Weihnachtsmarkt fehlen dürfen, wie auch den beliebten Kakao mit einem Schuss Rum. Auf vielen Weihnachtsmärkten wird das Heißgetränk auch unter dem Namen „Lumumba“ verkauft – dieser Name steht jedoch zunehmend in der Kritik. Viele Weihnachtsmärkte haben die Bezeichnung jetzt entfernt, darunter auch der Mainzer Weihnachtsmarkt.

Noch im vergangenen Jahr verkaufte der Mainzer Weihnachtsmarkt das Getränk unter dem Namen „Lumumba“ – doch damit ist jetzt Schluss. Dieses Jahr wurde die Bezeichnung von allen Getränkekarten gestrichen.

Mainz verzichtet dieses Jahr auf die Bezeichnung

Die Umbenennung wurde nicht von der Stadt Mainz vorgeschrieben. Stattdessen kam man zu dieser Entscheidung durch einen gemeinsamen Austausch zwischen den Marktbeschickern und der Stadt Mainz. Gegenüber „Merkurist“ erklärt Marco Sottile, der Vorsitzende der Mainzer Schausteller: „In konstruktiven und einvernehmlichen Gesprächen sind wir zu dieser Entscheidung gekommen.“

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Aufgrund dieser Einigung soll der Name „Lumumba“ jetzt endgültig auch in Mainz wegfallen. Die Landeshauptstadt ist jedoch nicht der einzige Weihnachtsmarkt, der dieses Jahr auf die Bezeichnung verzichtet. Bereits in Frankfurt wurden die Standbetreiber gebeten, den Namen nicht mehr zu nutzen, wie „Merkurist“ berichtet.

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Beitrag sorgte für eine große Diskussion

Aber warum gibt es eigentlich so viel Aufregung um die Bezeichnung? Es ist zwar nicht belegbar, aber das Getränk wurde sehr wahrscheinlich nach dem ersten Premierminister des Kongos benannt: Patrice Lumumba. Er wurde im Jahr 1961 erschossen. Dass jetzt der „Kakao mit Schuss“ seinen Namen trägt, sorgt für Diskussionen – vor allem auf X.

Im Jahr 2023 veröffentlichte die ehemalige Stadträtin der Grünen in Bautzen einen Beitrag auf X: „Die Bezeichnung des Getränks ist rassistisch!“ Die Historikerin und Politikerin erklärte weiterführend: „Patrice Lumumba steht für die Unabhängigkeitsbewegung in Afrika! Er wurde erschossen! Und ihr benennt ‚Kakao mit Schuss‘ nach ihm!“ Ihr Beitrag löste eine deutschlandweite Debatte über den Namen aus. Gegenüber „Bild“ berichtete sie damals, dass sie infolge ihres Posts jedoch auch zahlreiche Drohungen erhielt.

In Mainz hat man sich aufgrund dieser Diskussion jetzt dazu entschieden, auf die kontroverse Bezeichnung zu verzichten. Stattdessen verkauft der Weihnachtsmarkt das Heißgetränk dieses Jahr als „Kakao mit Schuss/Rum“ oder „(Heiße) Schokolade mit Rum/Schuss“.