Wegen der Beschwerde eines Bürgers: Klöckner offenbart den wahren Vornamen des Kanzlers

Friedrich Merz, so heißt der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik. Doch das stimmt nicht ganz! Denn nun sprach ihn Bundestagspräsident ganz korrekt an und da klingt sein Name etwas anders.

Die Szene spielte sich rund um seinen 70. Geburtstag im Bundestag ab.

Bürger bestand auf volle Namensnennung im Bundestag

Klöckner begann die Sitzung am Donnerstag mit einer kuriosen Bemerkung: „Liebe Kolleginnen und Kollegen, bevor ich in die Tagesordnung eintrete, gratuliere ich nachträglich, so wie das Sitte in diesem Hause ist. Aber unter ganz besonderer Namensnennung, weil ein Bürger mich darauf aufmerksam gemacht hat, man möge doch die einschlägige Rechtsordnung und Rechtsprechung beachten, nämlich Abgeordnete beim amtlichen Namen zu nennen.“

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Es geht dabei um Friedrich Merz, der aber nur abgekürzt so heißt. So gratulierte Klöckner anschließend „Herrn Joachim-Friedrich Martin Josef Merz“ zum 70. Geburtstag!

Merz: „Joachim“ kommt von seinem Vater

Doch Klöckner betonte, dass sie das „jetzt einmal in voller Länge“ getan habe. Künftig bleibe es aber wieder bei Friedrich Merz. Im Podcast „May Way – Promi Deep Talk“  verriet der jetzige Kanzler einst: „Das ist der Vorname meines Vaters und ich schreibe es auch Joachim-Friedrich. So steht’s auch im Pass.“

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Joachim Merz war ehemals Richter am Landgericht und bis 2007 selbst CDU-Mitglied. Der 102-Jährige rief ihm an seinen Geburtstag an.

Bei Auslandsreisen habe er „schon einige Schwierigkeiten gehabt“. Er achte akribisch darauf, dass sein Vorname auf Dokumenten mit seinem im Pass übereinstimmt. Vor allem „die Amerikaner sind da sehr genau“.

Willy Brandt hieß eigentlich Herbert Frahm

Viele Merz-Vorgänger hatten bzw. haben weitere Vornamen. So wie Gerhard Fritz Kurt Schröder oder Angela Dorothea Merkel (geborene Kasner). Eine Besonderheit gibt es auch bei Willy Brandt. Sein bürgerlicher Nachname war Herbert Ernst Karl Frahm. Auf der Flucht vor den Nazis nahm er den Decknamen Willy Brandt an. Aus diesem Exilnamen wurde sein neuer offizieller Name. Der spätere SPD-Kanzler ließ ihn offiziell eintragen nach dem Krieg.