Die Sicherheitsmaßnahmen auf den diesjährigen Weihnachtsmärkten sind in diesem Jahr ein heiß diskutiertes Thema. Nach den Anschlägen in Berlin und Magdeburg in den vergangenen Jahren sollen viele Veranstalter in diesem Jahr laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufrüsten.
Städteübergreifend seien dabei langfristig gleiche Standards geplant. Doch brechen die Kosten für die Sicherheitskonzepte in diesem Jahr bereits einigen Veranstaltern quasi das Genick, entschieden sie sich so bereits für eine Absage (zuletzt etwa hier >>>). Auch für Kanzler Merz bleibt in dieser Weihnachtsmarkt-Saison ein bitterer Beigeschmack.
Kanzler Merz sagt bei Weihnachtsmärkten Unterstützung zu
„Wir unterstützen natürlich jede Form der Koordinierung und der Abstimmung der Sicherheitskonzepte, weil wir dieses Problem – nämlich den Schutz der Weihnachtsmärkte – in allen Ländern haben“, sagte der CDU-Politiker bei seinem Antrittsbesuch in Halle (Sachsen-Anhalt). Dabei sagte die Bundesregierung großflächige Unterstützung zu.
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Nach der Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt im Vorjahr, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen – darunter auch ein neunjähriges Kind – und mehr als 300 Menschen teils schwer verletzt wurden, blicken Weihnachtsmarkt-Besucher, -Veranstalter und -Händler aus ganz Deutschland in diesem Jahr auf Sachsen-Anhalt, gibt das Bundesland in diesem Jahr in Sachen Sicherheitsstandards eigentlich den Takt vor. Bislang gibt es in Magdeburg allerdings noch keine Einigung darüber, ob der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr überhaupt stattfinden wird.
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Für Kanzler ist es kein leichtes Thema
Bei seinem Antrittsbesuch in Halle sagte Merz ganz offen: „Mich beschwert das sehr, dass wir mittlerweile selbst in kleineren Städten Weihnachtsmärkte nicht mehr ohne ein umfassendes Sicherheitskonzept durchführen können.“ Friedrich Merz sagte bereits seinen Besuch zu Gedenkveranstaltungen zum ersten Jahrestag des Magdeburg-Anschlags zu.
Wenige Tage vor der eigentlich geplanten Weihnachtsmarkt-Eröffnung in Magdeburg herrscht mit Stand von Dienstagmittag (18. November, 11.25 Uhr) immer noch große Ungewissheit. Viele Besucher erwarten die Entscheidung mit gemischten Gefühlen.
(mit dpa)
