Hertha BSC hatte sich nach der Länderspielpause viel vorgenommen. Bei Absteiger Bochum wollte das Team von Stefan Leitl den guten Lauf der vergangenen Wochen fortsetzen – schließlich schlingerten die Westfalen bisher durch die Saison.
Am Ende steht ein bitteres 2:3, denn jeder Fan spürt, dass da mehr drin war. Trotzdem gibt es nach dem Abpfiff viele Dinge, die den Berlinern für die anstehenden Wochen Mut machen sollten.
Hertha BSC: Fehler leiten Niederlage ein
Denn die Rückkehrer im Mittelfeld und in der Abwehr haben auf Anhieb funktioniert. Da ist zuvorderst Paul Seguin, der geholt wurde, um Stabilität in den Spielaufbau zu bringen. Dass er erst am 9. Spieltag sein Debüt feiern darf, ist eine kleine Tragödie. Mit vielen guten Pässen zeigte er aber sofort, was Leitl bei der Verpflichtung im Sinn hatte.
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Falsch abgebogen ist die Hertha bereits früh in Halbzeit eins. Nach 13 Minuten lenkt Karbownik einen Aufsetzer unglücklich ins eigene Tor, 20 Minuten später können die Berliner einen Konter nicht verhindern. Ein individueller Fehler von Leister in der 60. markiert das 0:3 – da scheint die Partie schon gelaufen.
Starke letzte halbe Stunde
Doch das Team gibt nicht auf. Leitl wechselt mit Demme einen Sechser ein, der bei Hertha BSC ebenfalls zu den lange verletzten Sorgenkindern gehört. Mit feinem Fuß leitet der dann den Anschlusstreffer von Schuler ein. In solchen Szenen zeigt sich, auf wie viel Qualität der Verein zuletzt verzichten musste. Mit Niklas Kolbe kehrt in der 90. Minute ein weiterer lange verletzter Neuzugang zurück ins Team.
In der 80. Minute trifft Fabian Reese per Elfmeter zum 2:3 und beendet damit zumindest seine eigene Torflaute. Denn trotz einiger Chancen will der Ausgleich nicht mehr fallen. Für einen Punkt in Bochum war es hinten ein Fehler zu viel. Aus den letzten 30 Minuten können die Herthaner aber eine Menge mitnehmen.
