Dieses Gefühl kennt wohl jeder, der schon einmal eine spannende Schlussphase im Stadion erlebt hat. Der Schiedsrichter zeigt die Nachspielzeit an, die letzten Momente, um das Spiel zu entscheiden. Doch schon nach kurzer Zeit beginnt auf der Tribüne das Rätseln: Wie viel Zeit bleibt noch, müsste der Schiedsrichter nicht schon längst abpfeifen, reicht es noch für einen Angriff? An all diesen Fragen ist eine bisher geltende Regel der DFL schuld.
Denn wo auf den riesigen Anzeigetafeln die reguläre Spielzeit meist mittickt, gibt es in er Nachspielzeit nichts zu bestaunen. Denn sobald die Minuten 45 bzw. 90 erreicht sind, darf die Uhr im Stadion nicht mehr weiterlaufen. Einen Umstand, den die DFL nun wohl endlich beenden will.
DFL: Mehr Transparenz für Zuschauer
Davon berichtet jetzt die „WAZ„. Demnach soll der bisher geltende §1 Absatz 9 der Richtlinien zur Spielordnung schon bald der Vergangenheit angehören. In diesem ist klar geregelt, dass „Zeitanzeiger mit besonderem Laufwerk (2 x 45 Minuten) […] in Betrieb genommen werden“ können. Darüber hinaus muss die Zeitanzeige am Ende einer Halbzeit allerdings in der Stellung 45.00 Minuten bzw. 90.00 Minuten gestoppt werden.
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Besucherfreundlich ist das sicherlich nicht, kann man doch als Zuschauer in einer hektischen Schlussphase leicht den Überblick verlieren, wie viel Zeit noch bleibt. Ein gern genutzter Trick, die Stoppuhr auf dem eigenen Handy mitlaufen zu lassen, könnte aber künftig überflüssig werden, sollte die DFL (die zuletzt Ärger beim BVB auslöste) ihre geplanten Änderungen beschließen.
Entsprechende Reformpläne stünden kurz vor dem Abschluss. Gegenüber der „WAZ“ erklärte ein Sprecher der deutschen Fußballliga: „Zur Steigerung der Transparenz von Schiedsrichter-Entscheidungen und als verbesserter Service für Stadionbesucher soll die Spielordnung künftig geändert werden.“
Fußball-Fans können sich freuen
Eine Änderung, über die sich sehr viele Fans im Stadion sicherlich freuen dürften. Insbesondere, weil die Nachspielzeiten in jüngerer Vergangenheit tendenziell immer länger wurden. Und wer kann schon aus dem Gefühl heraus genau sagen, wann acht, neun oder zehn Minuten um sind?
Wann die Entscheidung um die Änderungen der DFL-Regularien fällt und wann die Änderung in Kraft treten würde, kannst du bei der „WAZ“ lesen >>>
