Formel-1-Streit entbrannt! McLaren fürchtet Red-Bull-Masche

Was für ein Raketenritt! Nach einem Start aus der Boxengasse rast Max Verstappen beim Großen Preis von Brasilien noch aufs Podium. Möglich macht das auch ein neuer Motor, den Red Bull dem Niederländer nach einer Katastrophen-Quali ins Heck pflanzte.

Und genau dieser neue Motor löst jetzt einen Streit aus. Dabei geht es nicht um die Leistungsfähigkeit der Antriebseinheit, sondern um die Kosten. Denn die Formel-1-Konkurrenz Red Bulls hat wache Augen – in diesem Fall besonders McLaren.

Formel 1: Zoff um Verstappen-Motor

In der Brasilien-Qualifikation hatte Verstappen eine herbe Pleite erlitten. Bereits nach Q1 war für ihn Schluss. Das Ende aller WM-Hoffnungen? So leicht wollte sich Red Bull nicht geschlagen geben und baute den gesamten Wagen um. Als Konsequenz für die Änderungen unter den geltenden Parc-Ferme-Regeln musste Verstappen aus der Boxengasse starten. Dennoch ließ er beinahe das gesamte Feld hinter sich und belegte schließlich Platz 3.

Unter anderem den Motorenwechsel will nun aber F1-Konkurrenz McLaren genau unter die Lupe nehmen. Das berichtet „The Race„. Der Grund: Der Formel-1-Primus zweifelt an, dass Red Bull Verstappens Motor einfach so tauschen durfte.

Dieser wurde nämlich nicht wegen mangelnder Sicherheit ersetzt, sondern aus reinen Performance-Gründen. Nach Ansicht McLarens (hier mehr zum Rennstall lesen) müssten die Kosten für die neue Antriebseinheit daher unter den geltenden Kostendeckel fallen. Bei Red Bull sieht man das naturgemäß anders.

FIA muss Antwort finden

Im Reglement für den Kostendeckel sind die Ausgaben für Motoren bis zu einer gewissen Summe eine der vielen Ausnahmen, die die Teams nicht mit einrechnen müssen. Bei einem Tausch aus reinem Performance-Willen verhält es sich aber ein wenig anders.

Dennoch herrscht in der Formel 1 Uneinigkeit bei dem Thema. Einige Teams sehen es wie McLaren, andere wie Red Bull. Deshalb verlangt McLaren dem Bericht zufolge nun eine Stellungnahme der FIA, die die Frage ein für alle Mal klären soll.

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Viele Teams arbeiten am oberen Rand des Budgetdeckels. Ungeplante Ausgaben könnten zu einem Nicht-Einhalten und in der Konsequenz zu Strafen für ein Formel-1-Team führen. Umso aufmerksamer sind die Rennställe, wenn die Konkurrenz aus ihrer Sicht mogelt.