Mit dieser Personalie hat Jürgen Klopp für eine faustdicke Überraschung gesorgt! Der Bundestrainer beruft den erst 17 Jahre alten Wael Mohya erstmals in die deutsche Nationalmannschaft. Ein gewaltiger Karrieresprung für das Toptalent von Borussia Mönchengladbach. Doch hinter der Entscheidung könnte mehr stecken als nur die sportliche Entwicklung des Youngsters.
Denn um Mohya läuft seit Monaten ein Tauziehen zwischen Deutschland und Marokko. Beide Verbände wollen den hochbegabten Offensivspieler für sich gewinnen. Bislang hat sich Mohya nicht endgültig entschieden. Mit der überraschenden Berufung in die A-Nationalmannschaft könnte Klopp nun einen wichtigen Schritt gemacht haben, um das Juwel langfristig an den DFB zu binden.
📌 Das ist Wael Mohya Geboren: am 31. Dezember 2008 in Mettmann. Staatsangehörigkeit: Mohya besitzt die deutsche und die marokkanische. Familie: Seine Eltern stammen aus Marokko, wo auch sein Vater geboren wurde. Nationalmannschaft: Bisher spielte Mohya für deutsche Nachwuchsauswahlen, zuletzt für die U21. A-Nationalmannschaft: Am 5. November 2026 erstmals von Jürgen Klopp nominiert.
Marokko baggert an deutschem Top-Talent
Dass Marokko den Gladbacher unbedingt haben möchte, ist längst bekannt. Bereits im März bestätigte Mohya gegenüber dem „Kicker“, dass der marokkanische Verband Kontakt aufgenommen habe. Im Sommer erklärte er der „Bild“: „Es gibt einen Austausch mit beiden Verbänden.“ Eine Entscheidung hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht getroffen.
Zuletzt intensivierte sich das Werben offenbar. Nach Informationen der „Sportschau“ bemühte sich Marokko sogar deutlich stärker um Mohya als der DFB. Für die Nordafrikaner wäre der 17-Jährige ein riesiger Gewinn mit Blick auf die Zukunft. Schließlich gehört Marokko 2030 zu den Gastgebern der Weltmeisterschaft.
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Doch jetzt hat sich die Ausgangslage verändert. Während Mohya bislang ausschließlich in deutschen Nachwuchsauswahlen spielte, darf er bei Klopp erstmals mit den großen Stars trainieren. Dass der Bundestrainer ausgerechnet jetzt auf den Teenager setzt, dürfte auch in Marokko aufmerksam registriert werden.
Klopp könnte Marokko zuvorkommen
Zumal Klopp offenbar längst persönlich aktiv geworden ist. Nach der Kaderbekanntgabe berichtete er von drei Kontakten mit Mohya. Auch mit dessen Familie hat sich der Bundestrainer ausgetauscht. Klopp möchte den 17-Jährigen nun im Training kennenlernen und seine Entwicklung begleiten.
Sportlich hat sich Mohya seine Chance durchaus verdient. Mit starken Auftritten bei Borussia Mönchengladbach spielte er sich zuletzt ins Rampenlicht. Beim 3:2 in Stuttgart glänzte er beispielsweise mit einem Tor und einer Vorlage.
Dass Klopp ihn ausschließlich nominiert hat, um Marokko zuvorzukommen, lässt sich deshalb nicht behaupten. Die Berufung könnte allerdings einen willkommenen Nebeneffekt haben: Mohya bekommt eine konkrete Perspektive in Deutschlands A-Nationalmannschaft aufgezeigt.
DFB-Team: Wann wäre Mohya endgültig gebunden?
Eine Nominierung allein reicht dafür allerdings nicht. Selbst wenn Mohya gegen Serbien oder die Niederlande sein Debüt feiert, wäre ein späterer Wechsel nach Marokko unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich.
Nach den FIFA-Regeln dürfen Spieler, die vor ihrem 21. Geburtstag maximal drei Pflichtspiele für eine A-Nationalmannschaft absolviert haben, unter bestimmten Bedingungen noch den Verband wechseln. Unter anderem müssen dann mindestens drei Jahre seit dem letzten Einsatz vergangen sein. Nach einem vierten Pflichtspieleinsatz wäre ein regulärer Wechsel grundsätzlich ausgeschlossen.
Bis dahin bleibt Mohyas Entscheidung offen. Klopp hat dem Gladbacher jedenfalls die Tür zur Nationalmannschaft weit geöffnet. Für den DFB könnte sich diese frühe Förderung langfristig auszahlen. Denn eines dürfte auch Klopp bewusst sein: Wer ein solches Talent halten möchte, muss ihm eine überzeugende Perspektive bieten.
