Einen Tag nach dem turbulenten Formel-1-Rennen in Brasilien hat McLaren ein deutliches Zeichen für die Zukunft gesetzt. Das britische Traditionsteam kündigte eine umfassende Neuausrichtung seines Nachwuchsprogramms an – mit einem spannenden Neuzugang und gleich drei Abgängen aus der Formel 3.
Am Montag (10. November) bestätigte McLaren den Abschied von Martinius Stenshorne, Brando Badoer und Ugo Ugochukwu. Besonders das Aus des Norwegers Stenshorne kommt überraschend. Der 18-Jährige fuhr eine starke Saison, gewann zwei Rennen und belegte in der Formel 3 den fünften Platz der Gesamtwertung. Der Formel-1-Rennstall greift durch.
Formel 1: McLaren ordnet den Nachwuchs neu
Weniger unerwartet sind die Trennungen von Ugochukwu und Badoer. Beide hatten in der abgelaufenen Saison kaum Akzente gesetzt. Ugochukwu beendete das Jahr nur auf Rang 16, Badoer landete abgeschlagen auf Platz 25. Damit setzt McLaren auf eine klare Leistungsorientierung im Juniorenprogramm.
Während Stenshorne und Badoer erst im Vorjahr Teil des McLaren-Förderkaders wurden, war Ugochukwu der dienstälteste Junior im Team. Seit 2021 wurde der US-Amerikaner unterstützt, nachdem er im Kartsport beeindruckt hatte. In den letzten beiden Jahren blieb er jedoch sowohl in der Formula Regional als auch in der Formel 3 hinter den Erwartungen zurück.
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Als neuen Hoffnungsträger präsentierte McLaren den Italiener Matteo De Palo. Der 18-Jährige überzeugte in der FRECA-Saison 2025 mit starken Leistungen, wurde Vizemeister hinter Freddie Slater und steigt nun mit Trident in die Formel 3 auf. Alessandro Alunni Bravi, Leiter des Nachwuchsprogramms, schwärmte: „Er ist ein spannendes junges Talent, das in den letzten Saisonen große Fortschritte gemacht hat und Anpassungsfähigkeit, Beständigkeit und Wachstum gezeigt hat.“
Bravi ergänzte: „Wir freuen uns darauf, seine Entwicklung im Rennsport sowie in den weiteren Aspekten des Berufs eines Rennfahrers im Rahmen unseres Programms zu unterstützen.“ De Palo selbst zeigte sich begeistert: „Dem McLaren-Fahrer-Entwicklungsprogramm beizutreten, ist eine große Ehre. Das Team hat eine fantastische Erfolgsbilanz bei der Förderung von Talenten.“
McLaren setzt deutliches Zeichen
Der Umbau des Nachwuchssystems erfolgt nur wenige Wochen nach der Trennung von Alex Dunne, dem bisher einzigen Formel-2-Fahrer des McLaren-Programms. Dunne hatte während der Formel-1-Saison an zwei Freien Trainings teilgenommen, galt aber ebenfalls nicht mehr als Teil der langfristigen Zukunftsplanung.
Mit dem radikalen Schnitt im Juniorenbereich will McLaren offenbar neue Akzente setzen – und wieder gezielter Talente fördern, die den Sprung in die Formel 1 schaffen können. Die Verpflichtung von De Palo gilt dabei als klares Statement: McLaren richtet den Blick nach vorne und setzt auf frischen Wind im Nachwuchs.
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