Nader Jindaoui: So läuft es für den Ex-Hertha-Kicker in Hoffenheim

Vor einem Jahr war für Nader Jindaoui Schluss bei Hertha BSC. Der trickreiche Außenbahnspieler, der seit Jahren den Traum von Profifußball verfolgt, musste sich eine neue fußballerische Heimat suchen.

Erste Versuche machte er bei Ventura County, der Zweitvertretung von LA Galaxy. Doch nachdem seine Ehefrau Louisa das Heimweh plagte, brach er in Kalifornien die Zelte ab und schloss sich der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim an. Doch wie läuft es für Nader Jindaoui im Kraichgau? Eine erste Bilanz.

Nader Jindaoui: Wie läuft es für den Ex-Herthaner bei Hoffenheim?

Nader Jindaoui war mit etwas Rückstand in seine Zeit in Hoffenheim gestartet. Erst nachdem die frisch aufgestiegene Drittligamannschaft bereits in die Vorbereitung gestartet war, unterschrieb der 28-Jährige seinen Vertrag bei der TSG. Aufgenommen worden sei er von den Mannschaftskollegen aber gut, wie er in den Sozialen Netzwerken durchblicken ließ.

Anpassungsprobleme hatte der Berliner nach eigener Aussage allerhöchstens mit den ländlichen Gegebenheiten im Kraichgau. Schließlich gibt es dort das komplette Kontrastprogramm zu den wuseligen Metropolen Berlin und Los Angeles.

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Fußballerisch scheint Nader Jindaoui bei der TSG Hoffenheim angekommen. Zwar berief Trainer Stefan Kleineheismann den Ex-Herthaner bislang noch nicht in die Startelf, abgesehen vom zweiten Spieltag (4:2 gegen Alemannia Aachen) sammelte Jindaoui aber stets Minuten auf dem Platz. Seit dem sechsten Spieltag bekommt der Offensivspieler stets eine knappe halbe Stunde Spielzeit.

Jindaoui noch ohne Tor oder Vorlage

In seinen bisherigen 155 Minuten (ohne Nachspielzeit) in der 3. Liga gelang Nader Jindaoui allerdings noch keine Torbeteiligung. Dafür aber dürfte Jindaoui, dem als Influencer mehr als 4,7 Millionen Menschen auf TikTok folgen, das Interesse für die zweite Mannschaft von Hoffenheim durchaus vergrößert haben. Nach den Spielen oder am Trainingsplatz warten immer wieder meist junge Fans, die ein Autogramm haben wollen.

In der Länderspielpause durfte Nader Jindaoui sogar erstmals für die erste Mannschaft der TSG Hoffenheim ran. In Abwesenheit zahlreicher Nationalspieler wurde der Ex-Herthaner im Testspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern in der 76. Minute für Tim Lemperle eingewechselt.

Dass künftig auch Pflichtspieleinsätze im Bundesliga-Team der TSG Hoffenheim auf Nader Jindaoui zukommen, ist allerdings nicht allzu wahrscheinlich. Zunächst müsste sich der Ex-Berliner einen Stammplatz in der 3. Liga erspielen. Zudem ist die Konkurrenz im Kader von Christian Ilzer riesig. Erst vor einigen Wochen wurden wegen eines Überangebots im Kader Dennis Geiger und Ex-Hertha-Flirt Mergim Berisha zur zweiten Mannschaft geschickt. Auch mit diesen muss Jindaoui nun konkurrieren.