Norris und Piastri disqualifiziert! Formel-1-Beben nach Vegas-GP

Als eigentlich schon alles vorbei war, bebte die Formel 1 plötzlich doch nochmal. Max Verstappen hatte den Großen Preis von Las Vegas souverän gewonnen, seine WM-Chancen waren dennoch drastisch geschrumpft. Doch dann folgte der Paukenschlag seitens der FIA.

Im Nachgang unterzog der Weltverband die beiden McLaren-Autos von Lando Norris und Oscar Piastri standardmäßigen Checks. Dabei kam heraus: Der Unterboden beider Wagen hatte sich über das Rennen zu stark abgenutzt. Die Konsequenz in der Formel 1 dafür sind klar: eine Disqualifikation.

Formel 1: Höchststrafe für McLaren

Das Rennen war bereits seit geraumer Zeit vorbei, da wurde es in der McLaren-Garage hektisch. Die technischen Delegierten der FIA kamen für die Tests am Auto vorbei und blieben ungewöhnlich lange bei McLaren. Als das Team auch noch Sichtschutze vor der Garage aufbaute, war allen Beobachtern klar, dass hier etwas nicht stimmte.

Für Aufklärung sorgte ein Dokument, welches die FIA kurz darauf veröffentlichte. „Der Skid-Verschleiß der Fahrzeuge mit den Startnummern 81 [Piastri] und 04 [Norris] wurde überprüft“, heißt es dort. Mit Skids sind die Planken am Unterboden der Formel-1-Autos gemeint, die nach dem Rennen nicht dünner als neun Millimetern sein dürfen.

Jedoch stellte die FIA bei beiden Fahrern einen Verstoß gegen die Mindestdicke dieser Skids fest. In der obligatorischen Anhörung bei den Stewards hatten Fahrer und Team keine Chance mehr, das unausweichliche abzuwenden. Norris und Piastri wurden nachträglich disqualifiziert.

WM-Kampf auf den Kopf gestellt

Damit stellt die FIA vor allem den WM-Kampf in der Formel 1 auf den Kopf. Und der strahlende Gewinner heißt Max Verstappen. Durch die Disqualifikationen seiner Konkurrenten schließt der Niederländer auf Oscar Piastri auf, ist nun punktgleich mit ihm.

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Und auch Lando Norris ist damit plötzlich in Schlagdistanz. Der Brite liegt nur noch 24 statt 42 Zähler vor Verstappen. Bei den letzten beiden Grands Prix in Katar (inklusive Sprint) und Abu Dhabi geht es also um alles. Und McLaren wird sich in den Hintern beißen, durch so einen banalen Fehler die Fahrerweltmeisterschaft der Formel 1 aufs Spiel gesetzt zu haben.