Er ist eines der Gesichter des Berliner Aufschwungs. Wenn Hertha BSC zuletzt gewann, dann hatte ER meistens seine Füße im Spiel: Der französische Spielmacher Michael Cuisance.
Herthas Nummer zehn kommt seit Wochen immer besser in die Saison. Gegen Nürnberg, Elversberg und Dynamo Dresden traf er selbst ins Tor, gegen Münster und Hannover legte er je einen Treffer auf. Als er gegen Bochum wegen einer Prellung fehlte, kassierten die Berliner ihre einzige Niederlage im Oktober.
Hertha BSC: Schwerer Saisonstart für Cuisance
Als in der Endphase der vergangenen Saison die Vertragsverlängerung mit Michael Cuisance verkündet wurde, freuten sich zahlreiche Hertha-Fans. Der Franzose gehörte in der jüngsten Rückrunde bereits zu den Lichtblicken – und nun sollte er ein Baustein für den Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga werden.
Wie aber die ganze Mannschaft hatte Cuisance Anlaufschwierigkeiten. Der Franzose musste immer wieder im defensiven Mittelfeld aushelfen, konnte nicht auf der von ihm präferierten und nach dem Abgang von Ibrahim Maza freigewordenen Zehnerposition spielen. Gefahr kreierte er kaum – und war so mit dafür verantwortlich, dass Hertha in den ersten vier Partien nur ein Tor schoss.
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Zudem hatte sich das Mittelfeld um ihn herum im Gegensatz zu letzten Saison vollständig verändert: Maza spielt in Leverkusen, Demme war immer verletzt. Oft spielte Cuisance mit dem Top-Juwel Kenneth Eichhorn oder Rückkehrer Leon Jensen. Zudem veränderte Coach Stefan Leitl das System nach dem Fehlstart von einem 3-5-2 zu einem 4-2-3-1.
Cuisance konstant bei Hertha auf der Zehn
In der jüngsten englischen Woche, aus der Hertha BSC mit drei Siegen hervorging, spielte Cuisance dann endlich drei Spiele am Stück auf der Zehn, zwischen Fabian Reese auf der linken und wechselnden Partnern auf der rechten Seite – sowie wahlweise hinter Luca Schuler oder Sebastian Grönning.
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Und Cuisance kommt ins Laufen. Das zeigte nicht nur sein feiner Treffer im Spiel gegen Dynamo Dresden. Nicht nur die souveräne Leistung im Pokal gegen Elversberg (ebenfalls mit Treffer) oder die Tatsache, dass er gegen Düsseldorf an nahezu allen gefährlichen Situationen beteiligt gewesen ist.
Cuisance, der noch immer erst 26 Jahre alt ist und schon so viel Erfahrung im Fußball hat, scheint aktuell so richtig bei Hertha BSC anzukommen. Die ikonische Nummer 10, die er seit dieser Saison auf dem Rücken trägt, füllt er dieser Tage immer mehr mit Leben. In den letzten fünf Partien war er an vier Treffern direkt beteiligt.
