Unions Remis gegen die Bayern erhitzt die Gemüter – Coach hat klare Meinung

Es war der Fight, den sich die Fans von Union Berlin in der Alten Försterei gewünscht hatten. Gegen den Rekordmeister FC Bayern hielt man gut mit, ging zweimal in Führung und bekam den Sieg am Ende nur knapp aus den Händen gerissen. Dabei ist schon der Punktgewinn eine Story für sich.

Denn die Münchner hatten bislang alle Spiele gewonnen. Gegen Ex-Meister Leverkusen reichte sogar die B-Elf zu einem souveränen Sieg. In Köpenick musste ein Tor in der Nachspielzeit her – und ein Abseitspfiff erhitzt die Gemüter.

Union Berlin: Hauchdünne Entscheidung

Nach neun Minuten brandete erstmals Jubel an der Waldseite auf. Ilyas Ansah hatte getroffen, doch das Tor wurde zurückgenommen, weil der Stürmer hauchzart im Abseits stand. Auch am Folgetag können viele Fans nicht fassen, dass diese Millimeter-Entscheidung den Treffer gekostet hat. Doch die Bayern waren an diesem Nachmittag auffällig verwundbar.

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So war es dann ein doppelter Doekhi, der Union zweimal in Führung brachte. Der Innenverteidiger zeigt sich in dieser Spielzeit erstaunlich treffsicher. Mit seinem Doppelpack gegen die Bayern erzielte er seine Saisontore drei und vier. Auch im Pokal hat er in der laufenden Spielzeit bereits zweimal getroffen.

Bayern-Coach findet klare Worte

Vincent Kompany konnte auf der Bank der Bayern mit dem Auftritt seines Teams gegen Union Berlin nicht zufrieden sein. Nach dem Spiel äußerte er sich ungewohnt deutlich: „Ich habe meine Spieler und die Presse drei Tage vorbereitet auf genau dieses Spiel. Ich bin der Einzige, der das geglaubt hat, glaube ich. Ich war überhaupt nicht überrascht. Der Spielverlauf in der ersten halben Stunde war viel zu wenig von uns.“

Vor allem beim Gewinnen zweiter Bälle habe es gehapert. So werden die Berliner langsam zum Auswärts-Angstgegner der Bayern. Schon zum zweiten Mal in Folge lassen die Münchner in der Alten Försterei zwei Punkte liegen.