WM-Hoffnung für Max Verstappen geplatzt? An diesen Strohhalm klammert er sich noch

Auch wenn seine irre Aufholjagd in Brasilien das große Gesprächsthema der Formel 1, dürfte Max Verstappen letztlich nicht zufrieden gewesen sein. Sein Husarenritt aus der Boxengasse auf Platz drei war mit Blick auf die WM-Wertung letztlich vergebens. Denn mit seinem Sieg baute Lando Norris seinen Vorsprung weiter aus und liegt für den Niederländer fast uneinholbar vorne. Aufgeben sollte er aber trotzdem nicht.

In der Geschichte der Formel 1 gab es schon so manch denkwürdige Titel-Entscheidung. Oft genug waren es dabei die letzten Rennen eines Jahres, die die gesamte Saison auf den Kopf stellten. Wir blicken auf drei WM-Entscheidungen, die Max Verstappen noch Mut bereiten könnten.

Max Verstappen: Das sind die größten F1-Aufholjagden

Unseren Rückblick beginnen wir im fernen Jahre 1976. Damals, als noch keiner der heutigen Fahrer überhaupt geboren war, kämpften Niki Lauda und James Hunt um die WM-Krone der Königsklasse. Und für Lauda sah es gut aus. Nach neun von 16 Rennen führte er mit 23 Punkten. Dazu sei erwähnt: Damals erhielt der Sieger eines Rennens nur neun Punkte, der zweite sechs.

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Doch dann ereignete sich beim Rennen auf dem Nürburgring Laudas schlimmer Unfall, bei dem er schwere Verbrennungen erlitt. Lauda verpasste zwei Rennen, von denen Hunt eines gewann. Dennoch ging Lauda am Ende der Saison mit drei Punkten Vorsprung als Führender in das letzte Rennen. Starke Regenfälle in Japan bewogen ihn allerdings dazu, wegen Sicherheitsbedenken freiwillig aus dem Rennen auszusteigen. Hunt wurde Dritter, was ihm letztlich mit einem Punkt Vorsprung den einzigen Weltmeistertitel seiner Formel-1-Karriere bescherte.

Kimi Räikkönen sticht Hamilton aus

Zwei Fahrer, gegen die Max Verstappen in seiner Karriere selbst um Siege kämpfte, lieferten sich 2007 einen packenden WM-Fight. Dabei lag Kimi Räikkönen zwei Rennen vor Saisonschluss 17 Punkte hinter Lewis Hamilton – in einer Zeit, in der es pro Sieg zehn Punkte gab und somit maximal noch 20 Punkte zu vergeben waren.

Doch es kam, wie es kommen musste. In China schied der damalige Rookie Hamilton erstmals in seiner Karriere aus einem Rennen aus, Räikkönen gewann. Ein Kunststück, das er beim letzten Rennen in Brasilien wiederholte. Weil Hamilton dort nur Siebter wurde, krönte sich der „Iceman“ letztlich mit einem Punkt Vorsprung zum Weltmeister. Bis heute ist es Ferraris letzter Fahrertitel in der Formel 1 (hier erfährst du mehr zur Krise der Scuderia).

Max Verstappen: Red Bull hat es schon einmal gemacht

Und zu guter Letzt gibt auch Red-Bull-Titel zumindest noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Mit dem heutigen Punktesystem lag Sebastian Vettel, damals bereits zweimaliger Weltmeister, 2012 zur Saisonmitte 44 Punkte hinter Fernando Alonso im Ferrari. Einen Rückstand, den er mit zwischenzeitlich vier Siegen in Folge vor dem letzten Rennen in einen kleinen Vorsprung umgewandelt hatte.

Beim letzten Rennen in Brasilien fiel er aber nach einem Unfall schon in der ersten Runde ans Ende des Feldes zurück, während Alonso vorne um den Sieg kämpfte. Doch eine Monster-Aufholjagd, wie die von Max Verstappen beim vergangenen Grand Prix, spülte den Deutschen noch zurück auf Rang 6. Das brachte ihm gerade so genug Punkte, um den dritten WM-Titel in Folge zu feiern.