Neuer Brandherd für Trump: Jetzt bereiten sich enge Verbündete auf Angriffswelle vor

Mitten in den Bemühungen um eine Friedenslösung für den Iran-Krieg flammt die Gewalt im Jemen massiv auf. Bei nächtlichen Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz erlitten in der saudischen Region Nadschran mindestens elf Zivilisten Verletzungen. Unter den Opfern befinden sich laut Koalitionssprecher Turki al-Maliki sieben Einheimische mit Verbrennungen sowie zwei Ägypter, ein Pakistani und ein Jemenit.

Trotz dieser Eskalation zeigt sich US-Präsident Donald Trump weiterhin äußerst optimistisch. Er geht fest davon aus, dass der Iran dem massiven Druck bald nachgeben wird. Vor Journalisten im Oval Office betonte der Präsident: „Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können.“ Auf die Frage nach einer Öffnung der Straße von Hormus ergänzte er: „Es könnte bald sein.“

📌 Mehr über Saudi-Arabien Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie auf der Arabischen Halbinsel. Durch die riesigen Erdölreserven ist das Land reich geworden. Zudem befinden sich die beiden heiligsten Stätten des Islam im Land: Mekka und Medina. Dadurch ist der Pilgertourismus eine weitere wichtige Einnahmequelle. Das Königshaus ist eng verbündet mit den USA. Hauptstadt von Saudi-Arabien ist Riad.

Drohende Angriffswelle auf zivile Ziele

Hinter den Kulissen wappnet sich das saudische Königreich bereits für weitaus schlimmere Szenarien. Laut dem US-Sender CNN planen irakische Milizen gemeinsam mit den Huthi-Rebellen in sehr naher Zukunft groß angelegte Schläge. Ein saudischer Beamter berief sich auf Geheimdienstberichte, wonach die iranischen Revolutionsgarden diese Aktionen steuern, um die Friedensverhandlungen zu sabotieren.

Im Fadenkreuz stehen dabei vor allem zivile und wirtschaftliche Einrichtungen wie Flughäfen, Häfen und Energieanlagen. Dennoch will Riad die Deeskalationsbemühungen mit den irakischen Behörden aufrechterhalten. Gleichzeitig zeichnet sich im Streit um die Straße von Hormus eine Wende ab.

Bewegung an der blockierten Wasserstraße von Hormus

Unabhängig von den USA stehen der Iran und der Oman offenbar kurz vor einer Einigung. Im Gespräch ist ein Rundkurs als Übergangslösung, bei dem Schiffe im Norden in den Persischen Golf einfahren und ihn im Süden wieder verlassen. Währenddessen sollen die vom Iran verlegten Seeminen geräumt werden.

Das Weiße Haus pocht auf eine kostenfreie Durchfahrt durch die international bedeutsame Meerenge. Ein ranghoher US-Beamter stellte klar: „Alle temporären Routen werden ohne jegliche Hindernisse befahrbar sein – das heißt, es sind keine Genehmigungen oder Erlaubnisse erforderlich und es werden keine Mautgebühren oder Gebühren erhoben.“ Ursprünglich hatten die USA die Blockade durch ihre eigenen Angriffe selbst ausgelöst.

Hypothek für Trump vor den Zwischenwahlen

Für Washington entwickelt sich der Konflikt zunehmend zu einer schweren wirtschaftlichen und innenpolitischen Hypothek vor den Wahlen im November. Experten vermuten, dass den USA bald die Puste ausgehen könnte. Währenddessen verschärft sich die Lage im Jemen, den die Huthi 2014 überrannt hatten. Nach einer Waffenruhe 2022 eskalierten die Kämpfe kürzlich wieder mit Luftangriffen auf Sanaa und Attacken auf saudische Schiffe.

Erst am Donnerstag griffen die Rebellen nach Angaben des Verteidigungsministeriums militärische Einrichtungen in den Provinzen Marib und Hadramaut mit Drohnen und Raketen an, was mehrere Opfer forderte. Um die angespannte Situation zu entschärfen, reist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan heute nach Saudi-Arabien.

Dort trifft er den faktischen Herrscher Mohammed bin Salman sowie den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Regionale Quellen spekulieren über die Unterzeichnung einer gemeinsamen Verteidigungsvereinbarung. Pakistan versucht derweil weiterhin als Vermittler, die USA und den Iran zurück an den Verhandlungstisch zu bringen.