US-Geheimdienste erwarten Putin-Angriff auf NATO plötzlich viel früher – „Wie ein Frosch im Kochtopf“

Die Lage scheint sich zuzuspitzen! Vor wenigen Tagen schockierte der Fund einer Sprengsatz-Drohne am Leipziger Flughafen die Republik. Putins Russland steht unter Verdacht – die Sabotage-Aktion würde in das Bild der hybriden Kriegsführung des Kremls gegen den Westen passen. Nun sorgen neue US-Geheimdienstberichte für Aufsehen in der NATO. Wie das „Wall Street Journal“ und CNN melden, gehen die US-Dienste von einem nahenden Angriff Putins auf ein NATO-Land aus.

Demnach ist man in den USA davon überzeugt, dass der Angriff im Zeitraum von Herbst 2026 bis 2029 erfolgen wird, um die Einigkeit des westlichen Militärbündnisses unter Führung von Donald Trump zu testen. Bislang gingen die Geheimdienste davon aus, dass Putin diesen Schritt nicht geht, solange der Ukraine-Krieg läuft. Das Ziel von Verteidigungsminister Boris Pistorius war es, die Bundeswehr bis 2029 kriegstüchtig zu machen. Doch von dieser Einschätzung ist man nun in den USA abgerückt. Sogar eine Attacke in wenigen Monaten, also im Herbst, erscheint ihnen nun realistisch.

📌 Die US-Geheimdienste Es gibt 18 eigenständige Geheimdienste in den USA. Die größten sind CIA (Auslandsgeheimdienst), NSA (überwacht Datenströme, elektronische Kommunikation und Internetverkehr), FBI (Inlandssicherheit, Spionage- und Terrorabwehr). Daneben gibt es militärische Spezialdienste wie die DIA. Schätzungen gehen von insgesamt weit über 200.000 Geheimdienst-Mitarbeitern aus.

Übertreiben die Geheimdienste? Das dachten viele auch Anfang 2022

Zu den möglichen Szenarien zählen die Geheimdienst-Experten Cyberattacken, Attacken auf kritische Infrastruktur, die Entsendung von nicht gekennzeichneten Uniformen („grüne Männchen“) zur Besetzung von Gebieten, bis hin zu kleinen Offensiven in ein NATO-Land, um die Entschlossenheit des Bündnisses auf die Probe zu stellen und es möglicherweise zu spalten. Wie weit wäre Trump bereit, für die kleinen baltischen Staaten an der NATO-Ostflanke zu gehen? Laut den Geheimdiensten könnte auch Polen in den Fokus rücken.

Übertreiben die US-Geheimdienste? Das haben viele auch zum Jahresanfang 2022 vermutet, als sie den russischen Angriff auf die Ukraine voraussagten. Sie behielten recht. Es kam zum Überfall auf die Ukraine, den viele wie Sahra Wagenknecht noch wenige Tage vor Kriegsbeginn für ein Hirngespinst Washingtons hielten.

„Russland eskaliert den hybriden Krieg in Europa“

CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter wird nicht müde, vor diesem Szenario zu warnen. Nach dem Vorfall in Leipzig schrieb er auf X: „Russland testet uns aus und trägt den Krieg immer intensiver nach Europa, weil wir zu schwach und unentschlossen sind.“ Der Bundestagsabgeordnete weiter: „Der versuchte Terroranschlag mit der Drohne in Leipzig passt in die Systematik russischer Kriegsführung. Russland eskaliert den hybriden Krieg in Europa und die Angriffe auf die ukrainische Zivilgesellschaft, weil es militärisch nicht vorankommt.“

Laut Kiesewetter wolle Deutschland und Europa viele Bedrohungen durch Putins Russland nicht wahrhaben und verhalte sich „wie ein Frosch im kochenden Wasser“. Dieses Zitat ist eine Anlehnung an ein bekanntes Gleichnis. Im „Boiling-the-frog“-Szenario ist es schon zu spät, wenn das Wasser kocht. Langsam wird die Temperatur im Kochtopf stets langsam etwas mehr erhöht, so dass der Frosch die Gefahr zunächst nicht erkennt, bis das Wasser so heiß ist, dass er darin stirbt.