Der Bundesliga-Start des FC Bayern bekam schon vor dem Anpfiff Zündstoff. Vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart ist eine groß geplante Choreo der aktiven Fanszene kurzfristig geplatzt. Bei vielen Anhängern sorgt das für mächtig Frust.
Nach „Bild“-Informationen hatte die Kurve für die Minuten vor Spielbeginn eine riesige Aktion vorbereitet. Sie sollte der Mannschaft von Vincent Kompany zum Saisonstart noch einmal sichtbar Rückenwind geben. Doch daraus wurde nichts.
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Warum die Bayern-Choreo platzte
Im Mittelpunkt des Ärgers steht offenbar ein großes Banner. Dieses Transparent sollte das Herzstück der Choreo bilden. Dem Bericht zufolge erteilte das Münchner Kreisverwaltungsreferat dafür aber keine Genehmigung. Die Größe des Banners wurde demnach zum entscheidenden Problem.
Hintergrund sollen Sicherheitsvorgaben in der Allianz Arena sein. Bei voller Ausbreitung hätte das Banner offenbar gegen Richtlinien verstoßen können. Dabei geht es unter anderem um Rettungswege und Brandschutz. Der FC Bayern München selbst soll mit der Absage nichts zu tun haben.
KVR bot wohl Anpassung an
Das Kreisverwaltungsreferat soll der Fanszene eine Lösung angeboten haben. Demnach hätte das Banner so verändert werden können, dass es zu den Vorgaben passt. Doch diese Variante kommt offenbar nicht mehr zustande. Die geplante Kurvenshow wurde deshalb kurzfristig gestrichen.
Für die Ultras ist das bitter. Solche Choreos entstehen oft über viele Tage und Wochen. Dazu kommen Material, Planung und viel ehrenamtliche Arbeit. Gerade vor einem Saisonauftakt sollte die Aktion ein starkes Bild liefern. Nun bleibt vor allem Ärger hängen.
Spieler verpassen Kurven-Extra
Auch für die Mannschaft fällt ein besonderer Moment weg. Der Einlauf vor einer großen Choreo kann Energie ins Stadion drücken. Gerade beim ersten Ligaspiel der Saison wirkt so ein Bild oft wie ein Startsignal für Team und Fans.
Ganz ohne Farbe wird der Abend dennoch nicht bleiben. Die aktive Fanszene ruft die Besucher weiter dazu auf, in roter Kleidung in die Allianz Arena zu kommen. Diese „Alle-in-Rot-Spiele“ haben beim FC Bayern bereits eine eigene Tradition entwickelt.
Rot bleibt das sichtbare Signal
Damit dürfte die Arena trotz Choreo-Aus ein einheitliches Bild abgeben. Die große Banner-Show fehlt zwar, doch die Fans wollen den Auftakt weiterhin prägen. Rot auf den Rängen soll zeigen, dass die Kurve trotz Ärger hinter der Mannschaft steht.
Der Fan-Krach kommt für Bayern zur Unzeit. Sportlich soll gegen Stuttgart der perfekte Start gelingen. Auf den Rängen aber bleibt ein Beigeschmack. Die Choreo ist weg, die Wut nicht – und genau damit beginnt diese Bundesliga-Saison.
