Wer regelmäßig bei Action durch die Gänge stöbert, kennt sie längst: Dolce Bella. Unter diesem Namen verkauft der Non-Food-Discounter Basics für Frauen, von Tops über T-Shirts bis hin zu Unterwäsche. Die Preise liegen meist zwischen zwei und vier Euro pro Teil. Kein Wunder also, dass die Eigenmarke bei preisbewussten Kundinnen für Gesprächsstoff sorgt.
Dolce Bella deckt vor allem den Grundausstattungs-Bereich im Kleiderschrank ab. Dazu zählen Spaghettiträger-Tops, klassische Baumwoll-Shirts und verschiedene Slip-Varianten. Auch BHs ohne Bügel sowie Bambus-Unterwäsche gehören mittlerweile zum Sortiment. Damit positioniert sich die Marke klar zwischen Basics und kleinen modischen Extras.
📌 Fakten zu Actio, die du sicher noch nicht kanntest Rund 22 Millionen Kundinnen und Kunden besuchen Action-Filialen europaweit jede Woche. Der Discounter beschäftigt rund 84.000 Mitarbeitende in Europa, davon etwa 15.000 in Deutschland. Jede Woche kommen in den Filialen im Schnitt rund 150 neue Produkte ins Sortiment. Etwa 44 Prozent der Waren kauft Action in Europa ein, der Rest stammt größtenteils aus Asien. Statistisch eröffnet Action an jedem Wochentag irgendwo in Europa eine neue Filiale.
Was gehört zum Sortiment von Dolce Bella?
Besonders auffällig ist der Materialmix bei vielen Produkten. Neben klassischer Baumwolle mit Elasthan setzt Action zunehmend auf Bambusfasern. Diese gelten als angenehm auf der Haut und vergleichsweise atmungsaktiv. Für ein Basic-T-Shirt zahlen Kundinnen meist rund drei Euro.
Ergänzt wird das Sortiment durch Bikershorts, Maxi-Slips mit Shaping-Effekt und nahtlose BHs. Die Größen reichen üblicherweise von S bis XL. Wie Action selbst zu seiner Marke Dolce Bella schreibt, soll sie „ein Muss im Kleiderschrank“ sein. Die Produkte richten sich damit klar an Frauen, die günstige Alltagsware suchen, ohne lange Wege zur Drogerie oder zum Modehaus in Kauf zu nehmen.
Warum setzt Action überhaupt auf Eigenmarken?
Dolce Bella ist längst kein Einzelfall im Sortiment des Discounters. Rund 70 Eigenmarken hat Action mittlerweile im Programm, von Reinigungsmitteln bis zur Hautpflege. Die ersten davon führte das Unternehmen bereits vor mehr als zehn Jahren ein. Diese Strategie erklärt, warum viele Produktnamen europaweit identisch bleiben.
Discount-Experte Marc Houppermans ordnet das Geschäftsmodell so ein: „Grundsätzlich hat Action das Ziel, der beste und niedrigste im Preis zu sein.“ Bei manchen Waren kauft Action zudem günstig Restposten insolventer Firmen auf. Bei Eigenmarken wie Dolce Bella funktioniert das Prinzip aber anders und beruht vor allem auf Masse statt auf Sonderposten.
Wie günstig kann eine Eigenmarke wirklich sein?
Der niedrige Preis hängt eng mit der Größe des Unternehmens zusammen. Jedes Produkt muss die gesetzlichen Mindestanforderungen aller 15 europäischen Länder erfüllen, in denen Action aktiv ist. Dadurch lassen sich Artikel in riesigen Stückzahlen produzieren und entsprechend günstig anbieten. Genau dieses Prinzip gilt auch für die Textilien von Dolce Bella.
Zusätzlich spart Action bei der Werbung. Statt auf teure Kampagnen setzt der Discounter stark auf Mundpropaganda und soziale Netzwerke. Heiko Großner, General Manager von Action Deutschland, betont dazu laut derselben Quelle: „Sollten wir feststellen, dass wir dauerhaft einen Artikel nicht zu dem Preis anbieten können wie andere, würden wir diesen Artikel nicht weiterverkaufen.“ Diese Preisdisziplin gilt offenbar für das gesamte Sortiment, auch bei Mode.
Lohnt sich Dolce Bella für den Alltag?
Für alle, die schnell günstige Basics brauchen, ist Dolce Bella eine praktische Option. Unabhängige Testergebnisse speziell zur Modemarke liegen bisher allerdings nicht vor. Bei anderen Action-Eigenmarken zeigte sich zuletzt jedoch, dass günstige Herkunft nicht automatisch für schlechte Qualität steht. Das belegt etwa die Hautpflegemarke Zenova, die bei niederländischen Verbrauchertests kürzlich gleich zwei Auszeichnungen erhielt.
Wer sich also bei Dolce Bella umschaut, muss keine grundsätzlichen Kompromisse fürchten. Ein Blick auf Material und Passform bleibt trotzdem sinnvoll. Am Ende zählt bei Basics vor allem, ob sie im Alltag halten, was sie versprechen. Ein Testkauf im nächsten Action-Markt kostet schließlich meist nur wenige Euro.
