Aldi steigt bei philippinischem Discounter ein – Kunden schauen in die Röhre

Aldi Süd baut seine weltweiten Investitionen aus. Der Discounter ist in vielen Ländern mit eigenen Filialen aktiv. Auf den Philippinen wurde das Unternehmen nun Anteilseigner beim Konkurrenten Dali. Das gab Aldi in einer Pressemitteilung bekannt.

Für die Kunden ändert sich dabei offenbar erst einmal nichts. Wer bei der Meldung auf Bewegung im Produktsortiment gehofft hatte, wird enttäuscht. Denn auf philippinische Spezialitäten in deutschen Märkten deutet bislang nichts hin.

📌 Hier ist Aldi Süd im Ausland aktiv 1. Klare Länderaufteilung mit Aldi Nord: Aldi Süd ist neben Deutschland unter anderem in Großbritannien, Irland, Österreich (dort als „Hofer“), der Schweiz, Italien, Slowenien, Ungarn sowie in Australien, China und den USA aktiv – insgesamt rund 11 Länder. Aldi Nord bedient dagegen Belgien, Frankreich, die Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Luxemburg. 2. USA als größter Auslandsmarkt: Aldi Süd ist seit 1976 in den USA präsent und betreibt dort inzwischen ein größeres Filialnetz als in Deutschland, mit über 45.000 Beschäftigten. Für 2026 sind mehr als 180 neue Filialen in 31 Bundesstaaten geplant, inklusive Markteintritt in Colorado; bis Ende 2026 sollen es rund 2.800 und bis 2028 etwa 3.200 Standorte sein. Die USA sind zugleich der einzige Markt, in dem beide Aldi-Schwestern vertreten sind – Aldi Nord allerdings über Trader Joe’s. 3. Weltweit einheitliches Filialkonzept: Die Aldi South Group führt ein global standardisiertes, modular anpassbares Filialkonzept für ihre fünf Kernmärkte ein: USA, Australien, Deutschland, Österreich sowie Großbritannien & Irland. Erste Tests liefen ab September 2025 in Aventura (Florida), der internationale Roll-out startete im zweiten Quartal 2026. 4. China und Australien als Wachstumsmärkte außerhalb Europas: In China startete Aldi Süd im Juni 2019 mit Pilotfilialen in Shanghai und eröffnete dort innerhalb von zwei Jahren 17 Standorte – positioniert eher als Premium-Anbieter mit importierten deutschen Produkten. In Australien wurde das Storekonzept „Project Fresh“ bis 2020 auf rund 650 Standorte ausgerollt, ergänzt seit Juli 2021 durch das Kleinflächenformat „Aldi Corner Store“ für urbane Lagen.

Aldi Süd baut internationales Geschäft aus

Aldi Süd ist bislang in elf Ländern vertreten. Mit dem Investment in die Discounter-Kette Dali kommen auf den Philippinen erst einmal keine neuen Filialen hinzu. Um ein Gespür für den Markt vor Ort zu bekommen, eignet sich der Schritt allerdings wohl schon. Neue Produkte aus dem Inselstaat werden in deutschen Regalen aber wohl nicht aufwarten. Die Beteiligung dürfte nicht zu einem weiteren Austausch führen.

„Dali wird weiterhin unter eigenständigem Management bleiben und voll Verantwortung im operativen Geschäft tragen“, heißt es dazu in einem Statement, das unserer Redaktion exklusiv vorliegt. Die Kunden von Aldi Süd, die sich durch den wirtschaftlichen Schritt neue Lebensmittel oder einen Hauch Philippinen im Regal erhofft hatten, schauen also vermutlich in die Röhre.

Dali ist ein philippinischer Lebensmitteldiscounter, der nach dem Hard-Discount-Prinzip arbeitet. Das Unternehmen betreibt landesweit mehr als 1.300 Filialen und bedient nach eigenen Angaben täglich über eine Million Kundinnen und Kunden. Das Geschäftsmodell ist auf niedrige Preise ausgerichtet und beruht auf einem schlanken, kosteneffizienten Betrieb sowie einem gleichbleibenden Sortiment aus Produkten des täglichen Bedarfs.

Der Fokus liegt auf der Versorgung philippinischer Haushalte mit Grundnahrungsmitteln und Alltagsartikeln zu günstigen Preisen. Dali zählt zu den am schnellsten wachsenden Einzelhändlern Südostasiens und erweitert sein Filialnetz kontinuierlich, um monatlich weitere Gemeinden zu erschließen.