Mehr Zeit mit dem eigenen Kind teilen und dafür im Job kürzertreten: Das Elterngeld soll genau das ermöglichen. Aktuelle Zahlen zeigen: Tatsächlich nutzen immer mehr Väter die Leistung. Doch ein Blick auf die Dauer zeigt einen immensen Unterschied zwischen Männern und Frauen.
Wie das „Statistische Bundesamt“ berichtet, lag die Väterbeteiligung beim Elterngeld für im Jahr 2023 geborene Kinder bei rund 46 Prozent. Wer Elterngeld bezieht, macht das allerdings unterschiedlich lange.
📌 Weitere Fakten zum Elterngeld: Das Elterngeld wurde in Deutschland zum 1. Januar 2007 eingeführt. Es folgte auf das sogenannte Erziehungsgeld. Dies galt für Geburten bis Ende 2006. Das Elterngeld ist im Gegensatz zum Erziehungsgeld als einkommensabhängige Entgeltersatzleistung aufgebaut.
Väter beziehen deutlich kürzer Elterngeld
Mütter kamen 2023 durchschnittlich auf 14 Monate, Väter dagegen auf nur 3,4 Monate. Das zeigen Daten des „Statistischen Bundesamtes“. Die Unterschiede sind somit enorm. Ein möglicher Grund? Die finanzielle Situation der Familien. Denn das Basiselterngeld ersetzt in der Regel 65 Prozent des wegfallenden Netto-Einkommens. Außerdem ist bei maximal 1.800 Euro pro Monat Schluss.
So heißt es in Instagram-Beiträgen: „Wenn das Elterngeld nur einen Teil des wegfallenden Einkommens ersetzt und zudem begrenzt ist, kann es sich eine Familie häufig schlichtweg nicht leisten, dass das besser verdienende Elternteil länger aus dem Beruf aussteigt.“
Elternzeit bedeutet nicht Elterngeld
Wichtig: Elternzeit und Elterngeld sind nicht das gleiche. Ein Elternteil kann also in Elternzeit sein, ohne in dieser Zeit Elterngeld zu bekommen. Wie lange Geld fließt, hängt vom gewählten Modell ab. Paare können grundsätzlich 14 Lebensmonate Basiselterngeld untereinander aufteilen.
Mit ElterngeldPlus und dem Partnerschaftsbonus kann sich der Bezugszeitraum laut „Familienportal“ verlängern. Unter bestimmten Voraussetzungen sogar bis zum 32. Lebensmonat des Kindes.
