Propagandakrieg in Putins Russland! Während Deutschland über lange Jahre als Handelspartner und Abnehmer von Gas und Öl geschätzt war, ist das Land nun Feindbild in den russischen Medien. In der ARD-Talksendung von Sandra Maischberger sprach CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen über das extrem verschlechterte Verhältnis seit Beginn des Ukraine-Krieges.
Besonders den aktuellen Kanzler Friedrich Merz nehmen Machthaber Putin und sein Kreml-System in den Fokus.
📌 Das ist Frederik Pleitgen Er wurde 1976 in Köln geboren und ist der Sohn des früheren WDR-Intendanten Fritz Pleitgen. Er studierte in Bonn, Berlin und New York. Seine ersten TV-Stationen waren ntv, ZDF und RTL. Seit 2015 ist er Senior International Correspondent für CNN. Er berichtet aus Krisenregionen wie Iran, Syrien, Ukraine oder Afghanistan.
„Riesendorn im Auge“
„Wenn man in Russland ist, sich die russischen Staatsmedien anguckt und auch die russischen Vertreter des Staates anschaut, dann ist Deutschland einfach denen zurzeit ein Riesendorn im Auge“, so Pleitgen im Gespräch mit Maischberger. Früher habe es ein sehr gutes Verhältnis gegeben. Doch „das ist alles jetzt ins Gegenteil verkehrt worden“, so der deutsche CNN-Journalist.
Im Zentrum der Propaganda steht der Bundeskanzler. Pleitgen: „Friedrich Merz ist mit die größte Hassfigur, die es gibt.“ Hintergrund für den radikalen Sinneswandel in Moskau ist die starke militärische Unterstützung Deutschlands für die überfallende Ukraine. „Weil die Russen natürlich auch spüren, dass diese Waffen, die Deutschland den Ukrainern ermöglicht, schon einen großen Unterschied für die Ukrainer machen“, erläutert der Reporter.
Putins Außenminister mit vielsagender Aussage
Derweil hat Putins Außenminister Sergej Lawrow gegenüber einem BBC-Reporter keineswegs dementiert, dass Russland einen hybriden Krieg in Europa führt. Seine Antwort ist vielsagend. So wird dem Staat vorgeworfen, hinter dem brandgefährlichen Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig im August gesteckt zu haben.
Lawow entgegnete: „Beziehen Sie sich darauf, wenn wir die Drohnen und Raketen zerstören, die Großbritannien und Kontinentaleuropa an die Ukraine liefern und die dann auf uns abgefeuert werden? Ist es das, was Sie unter hybrider Kriegsführung verstehen?“
