Merz-Minister sieht schwarz für die Koalition: „Wäre ein Misstrauensvotum“

Der Druck auf Friedrich Merz und seine Koalition steigt und steigt! Am Sonntag (11. Oktober) trifft sich das CDU-Präsidium und berät über die jüngsten Wahlergebnisse. Führende Politiker der Parteien fordern eine Schärfung des Profils – sozusagen zurück zu „CDU pur“. So erwartet Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt laut „Spiegel“ einen inhaltlichen Neustart: „Ich verspüre eine tiefe Sehnsucht der Basis, dass die CDU wieder klar formuliert, wofür sie steht.“ Es sei nicht Anspruch der CDU, „zweitstärkste Kraft in Deutschland zu sein“.

Gleichzeitig befindet sich die schwarz-rote Koalition angesichts der Wahlvorfälle in Sachsen-Anhalt und der rot-grün-roten Sondierung in Berlin in einer immer größeren Krise.

📌 CDU-Wahlergebnisse im Herbst 2026 In Mecklenburg-Vorpommern flog die CDU bei der Landtagswahl mit 4,9 Prozent aus dem Parlament. Eine krachende Wahlniederlage gab es für die CDU auch in Sachsen-Anhalt. Die Regierungspartei stürzte auf 17,2 Prozent ab. In Berlin verlor die CDU ebenfalls deutlich und kam auf 18,8 Prozent. Es waren somit drei Wahlpleiten hintereinander. Möglicherweise verliert die Partei zwei Posten: Regierender Bürgermeister in Berlin sowie Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.

Merz-Vertrauter schießt gegen SPD-Spitze: „Wenn sie das nicht sofort unterbinden“

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, ein Merz-Vertrauter, fand nun deutliche Worte in der „Bild“. Weimer: „Wenn die SPD-Parteivorsitzenden ein Linksbündnis in Berlin nicht sofort und eindeutig unterbinden, dann wäre das ein Misstrauensvotum gegen unsere Koalition.“ Ein solches Bündnis hätte „direkte Auswirkungen“ auf die Zusammenarbeit im Bund.

Der Minister: „Wenn die SPD dieser Linkspartei als Steigbügelhalter an die Macht verhelfen sollte, dann wäre das auch eine Belastung auch für die Koalition im Bund.“ Er forderte eine Landesregierung der Mitte für die Hauptstadt.

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Zwei Polit-Rentner sprechen Klartext: „Schwerste Krise“

Polit-Rentner Peter Altmaier, früher selbst Bundesminister unter Angela Merkel, meldet sich via X zu Wort. Vor der CDU-Sitzung am Sonntag teilt er mit: „Niemand erwartet, dass das CDU-Präsidium heute alle Probleme der Welt löst. Aber bitte, liebe Freunde: Kein Schönreden, keine Verharmlosung und keine Floskeln: Wir werden die schwerste Krise unseres Bestehens nur mit Ehrlichkeit, Seriösität und Professionalität überwinden.“

Ein anderer Polit-Rentner, CSU-Urgestein Horst Seehofer. In der „Bild am Sonntag“ rechnet er mit Merz ab. Er beklagt, dass Merz „einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust erlitten“ habe, weil er Versprechen nicht eingehalten habe. Zudem kritisiert er die Rhetorik des Kanzlers: „Aussagen, dass Deutsche zu wenig arbeiten und zu viel krankfeiern, verletzen die Menschen. Was sagen Sie damit einer Krankenschwester, die ohnehin schon Wochenend- und Nachtschichten schiebt? Bei Audi erlebe ich Arbeitnehmer, die gerne mehr arbeiten würden, denen man aber stattdessen Aufhebungsverträge anbietet. Diese pauschale Sprache geht völlig an der Realität vorbei.“