Während Schröder mit Putin feiert, töten russische Raketen 5 Kinder in der Ukraine

Während Altkanzler Gerhard Schröder mit seinem langjährigen engen Freund, Wladimir Putin, dessen 74. Geburtstag feiert, greift Russland wahllos die Ukraine an. Unter den Opfern sind fünf Kinder. Wenig verwunderlich: In Deutschland wächst die Empörung.

Vor einigen Tagen zeigte sich Gerhard Schröder bestens gelaunt in einem Supermarkt. Der 82-Jährige ist erst kürzlich in den Aufsichtsrat des russischen Unternehmens Globus berufen worden. Doch sein Besuch endete noch lange nicht.

📌 Schröders Meinung zu Russland und dem Krieg: In einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“ im Januar 2026 bezeichnete Schröder Russlands Angriffskrieg als „völkerrechtswidrig.“ Dennoch warnte er vor einer „Dämonisierung“ Russlands. „Russland, das ist nicht das Land der Barbaren, sondern ein Land mit einer großen Kultur und vielfältigen historischen Verbindungen zu Deutschland“, schrieb er. Und er forderte, alle diplomatischen Mittel zu nutzen, um den Krieg schnellstmöglich zu beenden.

Schröder-Putin-Treffen sorgt für massive Kritik

Wladimir Putin lud seinen langjährigen Vertrauten danach zu sich nach Hause ein. Sie feierten gemeinsam den 74. Geburtstag des Kremlchefs. Nahezu zur gleichen Zeit griff Russland die Ukraine an. In der Stadt Pryluky starben nach ukrainischen Angaben 22 Menschen, darunter fünf Kinder. 54 weitere Menschen wurden verletzt.

Einen Tag später wurden bei einem massiven russischen Angriff auf Busse in Kramatorsk nach Behördenangaben 33 Menschen getötet. Politikwissenschaftler Nico Lange findet für Schröders Auftritt im ZDF deutliche Worte: „Ich finde es beschämend, wirklich beschämend, dass ein deutscher ehemaliger Bundeskanzler da in Moskau diese Show abzieht.“

Und fügt hinzu: „Das fühlt sich peinlich für die Bundesrepublik Deutschland an, dass der Schröder sich da so aufführt.“ Auch Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt kritisiert Schröders Verhalten. Auf X nennt sie es eine Schande für Deutschland. Und fügt hinzu, dass sie nichts anderes von ihm erwartet habe.

Doch ein SPD-Politiker vertritt eine ganz andere Position

Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat eine ganz andere Meinung, er verteidigt den Altkanzler und hält das Verhältnis zwischen Putin und Schröder sogar für relevant.

So sagt er gegenüber „t-online“: „Gerhard Schröder ist kein aktiver Politiker, er war als Privatmann dort. Wir sollten in Deutschland keine Teufelsaustreibung betreiben, wenn ein Altkanzler nach Moskau reist. Denn zur Wahrheit gehört doch: Schröder ist einer der wenigen in Deutschland, die noch Zugang zu Putin haben.“

Und weiter: „Als Sozialdemokrat wird er Putin sagen, dass er den Krieg beenden soll. Wenn sein Besuch nur einen Millimeter nützt, um einem Waffenstillstand in der Ukraine näherzukommen, kann ich daran nichts Falsches finden.“

Schlussendlich zeigt sich: Man kann Schröders Moskau-Besuch und Putin-Treffen unterschiedlich bewerten. Doch angesichts der Kriegsgeschehnisse in der Ukraine bleibt ein bitterer Beigeschmack.

Hier erfährst du noch weitere Details über Schröders Russlandbesuch.