Die ersten Adventskalender stehen wieder in den Kaufland-Filialen. Online wartet dagegen eine Überraschung: Ein „Bieradventskalender“ für 20,79 Euro entpuppt sich als leere Pappe. Hinter den 24 Türchen fehlt das Bier.
Der Haken steckt schon im Namen: Der Kalender ist zum Selbstbefüllen gedacht. Das Gerüst aus Wellpappe bringt 24 Fächer mit, den Inhalt liefern Käufer selbst. Sogar eine alkoholfreie Füllung ist möglich. Kaufland-Kunden sollten die Produktbeschreibung deshalb genau lesen.
📌 Die lange Geschichte der Adventskalender Ursprung im 19. Jahrhundert: Der Brauch entstand im protestantischen Raum. Familien markierten die Tage bis Weihnachten mit Kreidestrichen an der Wand oder zündeten jeden Tag eine Kerze an. Der erste gedruckte Kalender: Als Erfinder des gedruckten Adventskalenders gilt Gerhard Lang aus München. Sein Kalender mit 24 Bildern zum Aufkleben erschien um 1908. Später kamen Türchen zum Öffnen dazu. Schokolade kam erst später: Die ersten Schokoladenkalender gab es in den 1950er-Jahren. Heute gibt es Kalender mit Kosmetik, Tee, Spielzeug, Bier und vielem mehr. Der Advent beginnt nicht am 1. Dezember: Der Advent beginnt am vierten Sonntag vor Weihnachten. Viele Kalender starten trotzdem am 1. Dezember und haben 24 Türchen. Es gibt auch Kalender, die an die Adventssonntage angepasst sind.
Kaufland-Kalender: Der Preis gilt nur für den Karton
Was kostet der Spaß am Ende wirklich? Die Verpackung schlägt mit 20,79 Euro zu Buche, der Versand ist gratis. Rechnet man beispielhaft mit 1,50 Euro pro Flasche, kommen 36 Euro dazu. Insgesamt landet man bei etwa 56,79 Euro.
Craft-Biere oder internationale Spezialitäten treiben die Summe nach oben, günstige Sorten drücken sie. Kundenstimmen helfen kaum weiter: Bei Kaufland haben bisher nur zwei Käufer bewertet, im Schnitt mit 3 von 5 Sternen.
Gefüllt kostet es bei Kaufland deutlich mehr
Wer es bequemer mag, findet auf Kaufland.de auch einen Kalender mit 24 Bieren. Er kostet 74,90 Euro inklusive Versand. Der Vergleich hinkt allerdings: Einmal zahlt man für die Verpackung, einmal für Verpackung samt Inhalt. Ob sich der Aufpreis lohnt, bleibt offen.
Schon im vergangenen Jahr erntete ein gefüllter Kalender Kritik. Das geht aus einem Bericht von „Echo24“ hervor. Auch jetzt murren Leser über Preis und Karton. Manche stören sich grundsätzlich daran, Alkohol zu verschenken. Für die einen ist es eine kreative Idee, für die anderen ein leerer Karton.
