„Größter Clowns-Wettbewerb!“ – Ex-Bayern-Star schießt gegen Ballon d’Or

Mit deutlichen Worten kritisiert Markus Babbel die bevorstehende Vergabe des Ballon d’Or. Gegenüber „ran“ macht der ehemalige Fußball-Nationalspieler aus seiner Abneigung gegen die Auszeichnung keinen Hehl. Dabei fordert er sogar ein sofortiges Ende solcher Ehrungen.

Für den Ex-Profi haben individuelle Titel in einem Teamsport schlichtweg keine Daseinsberechtigung. „Also ich würde grundsätzlich so eine persönliche Wahl in einem Mannschaftssport wie Fußball abschaffen“, lautet sein klares Urteil.

📌 Fakten zum Ballon d’Or Prestigeträchtigste Auszeichnung: Seit 1956 kürt die Fachzeitschrift France Football jährlich den weltbesten Fußballer des Jahres. Lionel Messi ist Rekordsieger: Er hat den Award bereits 8-mal gewonnen – gefolgt von Cristiano Ronaldo mit 5 Titeln. Saison statt Kalenderjahr: Seit 2022 zählt für die Wahl nicht mehr das Kalenderjahr, sondern die Leistung über die gesamte europäische Fußballsaison (August bis Juli). Ausgewählte Journalistenjury: Genau 100 Fachjournalisten aus den Top-100-Ländern der FIFA-Weltrangliste stimmen über den Sieger ab. Echtes Gold-Unikat: Die Trophäe wiegt rund 12 Kilogramm, ist mit 18-karätigem Gold überzogen und steht auf einem einzigartigen Pyrit-Naturstein.

Harte Worte von Ex-Bayern-Star

Am Montag (26. Oktober) um 21.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit findet die feierliche Zeremonie in London statt. Das französische Fußballmagazin „France Football“ organisiert das Event in direkter Zusammenarbeit mit der UEFA. Babbel findet für das Spektakel jedoch nur Spott und bezeichnet es als „der größte Clowns-Wettbewerb, den es auf der Welt gibt.“

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Besonders das Verhalten der Beteiligten nach der Wahl amüsiert den Ex-Profi. „Ich lache mich jedes Mal kaputt, wie dann die Leute oder zum Teil ganze Vereine beleidigt sind, wenn ihre Spieler nicht gewählt werden“, erklärt er. „Das finde ich lächerlich“, schiebt er direkt hinterher.

Bei den Männern entscheidet jeweils ein Sportjournalist aus den Top-100-Nationen über den Sieger. Für die Vergabe bei den Frauen stimmen Vertreter aus den besten 50 Ländern ab. Aus einer Liste der 30 besten Akteure wählt jeder Juror zehn Spieler aus. Je nach Platzierung verteilen die Abstimmenden dabei zwischen 15 Punkten und einem Punkt an ihre Favoriten. (mit dpa)