Luxus-Uhren sind bei der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ seit eh und je der Hingucker Nummer eins. Höchste Zeit, auf einen besonders kuriosen Fall zurückzublicken: Eine goldene Rolex aus den 1920er-Jahren sorgte in einer Folge der Sendung für Aufsehen. Angelika bekam die Damenuhr in den 1980er-Jahren geschenkt, trug sie aber seit Jahren nicht mehr. Dann war sie bereit für den Verkauf: 1.000 Euro waren ihr Wunschpreis.
Schnell zeigte sich, dass diese Rolex mehr zu bieten hat als zunächst gedacht. Das seltene Zifferblatt der Uhr macht sie für Sammler besonders interessant. Auch der gute Zustand der Uhr spielt hier eine Rolle. Expertin Wendela Horz nahm das historische Stück deshalb genauer unter die Lupe.
📌 Theorien zur Bedeutung der Krone König der Uhren: Es symbolisiert Macht, Prestige und Luxus, um Rolex als die absolute Spitzenmarke zu positionieren. Fünf Finger: Die fünf Zacken stehen vermutlich für die Handwerkskunst und die filigrane Arbeit der Uhrmacher. Fünf Kontinente: Die Zacken spiegeln auch den globalen Erfolg und die weltweite Bekanntheit der Marke wider. Statussymbol: Es steht für den Slogan „Eine Krone für jeden Erfolg“ – als Belohnung für persönliche Meilensteine.
Eine seltene Rolex aus den 1920er-Jahren
Die Folge lief bereits vor einigen Jahren im TV. Fans blieb sie trotzdem in bester Erinnerung. Kein Wunder: Landete doch plötzlich eine Damenuhr aus 18-karätigem Gold mit einem für die 1920er-Jahre typischen Kissengehäuse auf dem Expertentisch. Das Wählscheibenzifferblatt, die Zwiebelkrone und das originale Uhrwerk waren sehr typisch für die damalige Zeit. Anhand der Seriennummer lässt sich die Rolex ungefähr auf das Jahr 1927 datieren. Besonders bemerkenswert: Sie funktioniert noch. Auch der fehlende Kronen-Schriftzug ist zeittypisch. Rolex nahm die kleine Krone erst 1925 offiziell in das Logo auf, während sie erst ab den späten 1930er-Jahren zum Standard auf den Zifferblättern wurde.
Die Rolex wurde für den englischen Markt gefertigt und entsprechend importiert. Damals wurden Agenten für den Import genutzt, die Uhren empfingen, stempelten und anschließend wieder in die Schweiz schickten. Erst dann wurde die Uhr mit ihrer ikonischen Gravur versehen. Anschließend ging es dann für die Wertstücke wieder Richtung England.
Expertin schätzt Rolex deutlich höher
Uhren aus dieser Zeit werden laut Einschätzung für etwa 900 bis 1200 Euro gehandelt. Das seltene Zifferblatt und der besonders gute Zustand machten Angelikas Uhr jedoch zu einem außergewöhnlichen Stück. Wendela Horz kam deshalb zu einer überraschend hohen Bewertung. Die Expertin schätzte die historische Rolex auf 2200 bis 2500 Euro. Ein Wert der deutlich über Angelikas ursprünglicher Preisvorstellung von 1000 Euro lag. Vor allem das seltene Zifferblatt trug zu der besonderen Einschätzung bei.
Im Händlerraum begann dann anschließend die Verhandlung. Am Ende wechselte die Rolex für 1.720 Euro den Besitzer. Angelika erzielte damit deutlich mehr als ihren ursprünglichen Wunschpreis – auch wenn die historische Uhr auf ihrem Zifferblatt noch ohne die heute berühmte Rolex-Krone auskommen musste.
