Kaum ein Snack geht auf TikTok derzeit so viral wie die Better Cakez. Die kleinen Kuchen im Glas werden in Deutschland hergestellt und sind in verschiedenen Sorten erhältlich. Kaufen kann man sie bislang nur in ausgewählten Filialen von Rewe und dm.
Wir haben die Sorte Peanut Butter Brownie getestet. Der vegane und glutenfreie Kuchen kombiniert Erdnüsse, Kakao und eine eher überraschende Zutat: Er besteht zu 20 Prozent aus Zucchini. Ob das Gemüse herauszuschmecken ist und ob der virale Brownie geschmacklich überzeugen kann, zeigt unser Produkttest.
📌 Better Cakez Gegründet von Isabelle Forster: Hinter Better Cakez steht die Kölner Juristin Isabelle Forster. Aufgrund von Unverträglichkeiten gegenüber Gluten, Laktose und Soja suchte sie nach einem Kuchen, den sie selbst verträgt. Rund zwei Jahre arbeitete sie an den Rezepturen, bevor Better Cakez im November 2024 auf den Markt kam. Gemüse sorgt für die saftige Konsistenz: Je nach Sorte enthalten die Kuchen unter anderem Zucchini, Kürbis oder Rote Bete. Der Gemüseanteil soll die Kuchen besonders saftig machen, ohne dass sie deutlich nach Gemüse schmecken. Die Produkte sind außerdem vegan, glutenfrei und kommen ohne Industriezucker aus. Ausgezeichnetes Kölner Start-up: Better Cakez wurde mit dem Gründerpreis der Stadt Köln 2024 ausgezeichnet. Zusätzliche Bekanntheit erlangte das Unternehmen durch Videos aus dem Produktionsalltag, die auf TikTok und Instagram teilweise fast eine Million Aufrufe erreichten.
Inhaltsstoffe: Viel Erdnuss und überraschend viel Zucchini
Die Zutatenliste des Better Cakez Peanut Butter Brownie fällt für einen Fertigkuchen übersichtlich aus. Enthalten sind 21 Prozent Erdnüsse und 20 Prozent Zucchini. Hinzu kommen ein Topping aus Agavendicksaft, Kakao, Kokosöl und Vanille sowie Kokosblütenzucker, weiterer Agavendicksaft, Mandeln, Kakao, Wasser, Natron und Vanille.
Positiv fällt auf, dass die Rezeptur ohne klassische Zutaten wie Weizenmehl, Butter, Milch und Eier auskommt. Dadurch ist der Kuchen vegan und glutenfrei. Auch künstliche Farb- oder Konservierungsstoffe tauchen in der Zutatenliste nicht auf. Gesüßt wird allerdings trotzdem ordentlich. Kokosblütenzucker und Agavendicksaft klingen zwar natürlicher als klassischer Zucker, enthalten aber trotzdem Zucker und machen den Brownie nicht automatisch zu einem gesunden Snack.
Für Allergiker wichtig: Durch den hohen Erdnussanteil und die enthaltenen Mandeln ist das Produkt nicht für Menschen mit einer entsprechenden Allergie geeignet.
Bewertung Inhaltsstoffe: ★★★★☆
Geschmack: Fudgy, schokoladig und kräftig nach Erdnuss
Auch geschmacklich kann der Better Cakez Peanut Butter Brownie überzeugen. Die Konsistenz ist sehr weich, saftig und angenehm „fudgy“ – genau so, wie man es von einem guten Brownie erwartet. Das Produkt erinnert weniger an einen klassischen lockeren Kuchen und mehr an einen kompakten, fast cremigen Schokoladenbrownie.
Besonders deutlich kommt die Erdnussnote durch. Bei einem Erdnussanteil von 21 Prozent ist das keine Überraschung. Der Geschmack wirkt intensiv und passt gut zur kräftigen Kakaonote. Gleichzeitig ist der Brownie angenehm schokoladig, ohne übermäßig süß zu sein.
Von der Zucchini schmeckt man dagegen nichts. Sie fällt weder durch einen gemüsigen Eigengeschmack noch durch eine ungewöhnliche Textur auf. Stattdessen scheint sie vor allem dafür zu sorgen, dass der Kuchen feucht und weich bleibt.
Bewertung Geschmack: ★★★★★
Preis: Deutlich teurer als klassischer Fertigkuchen
Der Better Cakez Peanut Butter Brownie kostet 3,45 Euro für 105 Gramm. Das entspricht einem Kilopreis von rund 32,86 Euro. Damit ist der Kuchen deutlich teurer als klassische Fertigkuchen aus dem Supermarkt.
Zum Vergleich: Der REWE Beste Wahl Rührkuchen Schokolade kostet lediglich 1,69 Euro für 400 Gramm, umgerechnet rund 4,23 Euro pro Kilogramm. Bezogen auf das Gewicht ist der Better Cakez somit fast achtmal so teuer. Auch auf TikTok sorgt der Preis für Kritik: Viele Nutzerinnen und Nutzer empfinden 3,45 Euro für die kleine Portion als zu hoch.
Der direkte Vergleich ist allerdings nur bedingt fair. Während der Rührkuchen von Rewe als industrielles Massenprodukt in deutlich größeren Mengen hergestellt wird, positioniert sich Better Cakez als kleineres, hochwertigeres Produkt mit besonderer Rezeptur. Hinzu kommen das Einmachglas, die Holzgabel sowie vegane und glutenfreie Zutaten. Vor diesem Hintergrund wirkt der Preis zwar hoch, aber zumindest nachvollziehbar.
Bewertung Preis: ★★★☆☆
Nachhaltigkeit: Bio-Zutaten und wiederverwendbares Glas
Bei der Nachhaltigkeit punktet der Better Cakez Peanut Butter Brownie vor allem mit seinen Zutaten. Das Produkt trägt ein Bio-Siegel, und ein Großteil der verwendeten Zutaten stammt aus ökologischem Anbau. Zudem wird der Kuchen in Deutschland hergestellt, was zumindest im Vergleich zu importierten Fertigprodukten für kürzere Transportwege sorgen kann.
Auch die Verpackung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck: Der Brownie befindet sich in einem Einmachglas, das sich gut recyceln oder nach dem Ausspülen weiterverwenden lässt. Eine Holzgabel zum direkten Auslöffeln ist ebenfalls enthalten und vermeidet Einwegbesteck aus Kunststoff.
Allerdings ist die Verpackung für eine Portion von 105 Gramm recht aufwendig. Neben dem Glas kommen eine zusätzliche Pappschachtel und die Holzgabel zum Einsatz. Zudem ist Glas vergleichsweise schwer, wodurch bei Herstellung und Transport mehr Energie benötigt werden kann. Wer das Einmachglas mehrfach verwendet, verbessert dessen Umweltbilanz jedoch.
Insgesamt überwiegen die positiven Aspekte: Das Bio-Siegel, der hohe Anteil an Zutaten aus ökologischem Anbau und die Herstellung in Deutschland sprechen für das Produkt.
Bewertung Verpackung und Nachhaltigkeit: ★★★★☆
Fazit
Inhaltsstoffe: ★★★★☆
Geschmack: ★★★★★
Preis: ★★★☆☆
Verpackung und Nachhaltigkeit: ★★★★☆
Gesamt: ★★★★☆
Der Better Cakez Peanut Butter Brownie überzeugt mit seiner weichen, fudgy Konsistenz und einem intensiven Erdnuss-Schokoladen-Geschmack, ohne zu süß zu sein. Von den 20 Prozent Zucchini schmeckt man nichts.
Pluspunkte gibt es für die Bio-Zutaten, die Herstellung in Deutschland und das wiederverwendbare Glas. Mit 3,45 Euro für 105 Gramm ist der Kuchen zwar teuer, angesichts der besonderen Rezeptur und der kleineren Produktion aber noch vertretbar.
Mein Tipp: Für Erdnussbutter-Fans ist der Better Cakez eine leckere Belohnung für zwischendurch. Für den regelmäßigen Genuss ist er jedoch etwas zu teuer. Das Glas lässt sich anschließend gut für Marmelade und Co. weiterverwenden.
Wer es lieber salzig mag, sollte den Chips von Heidi Klum eine Chance geben.
