Nach diesen niederländischen Süßigkeiten sind Kunden aus NRW verrückt

Niederländische Süßigkeiten sind für viele Kunden aus NRW das Erste, wonach sie beim Einkauf jenseits der Grenze Ausschau halten. Besonders Stroopwafels, Lakritz und Honigkuchen landen in den Einkaufswägen. Einige Süßwaren schmecken vertraut, während andere deutsche Besucher zunächst überraschen dürften.

Wir werfen einen Blick auf die beliebten Spezialitäten unserer Nachbarn. Außerdem erfährst du im Ranking, was die Süßigkeiten so besonders macht, was dich geschmacklich erwartet und wie groß der Kultfaktor dahinter ist.

Das sind die beliebtesten Süßgkeiten aus den Niederlanden

Platz 7: Boterbabbelaars

Diese niederländischen Süßigkeiten stammen aus Zeeland und erinnern an feste Butterkaramellen. Ihre Grundmasse besteht traditionell aus Butter, Zucker, Wasser und etwas Essig. Beim Lutschen entwickelt sich dann ein kräftiger, buttriger Geschmack.

Im 19. Jahrhundert stellten viele Hausfrauen die Bonbons noch selbst her. Später verkauften Konditoren größere Mengen. Laut Zeeuwse Ankers machte der Middelburger Johannes Bernardus Diesch die Botelbabbelaars schließlich überregional bekannt. Besonders im Sommer können können Besucher die Bonbons auf historischen Märkten ergattern und auch bei der Herstellung zuschauen.

Auch interessant: Warum Holländer dieses Brot lieben – Deutsche staunen

Platz 6: Poffertjes

Poffertes sind zwar streng genommen keine klassische Tütensüßigkeit, zählen für viele aber dennoch zu den Highlights der süßen Spezialitäten aus den Niederlanden. Die kleinen, dicken Pfannkuchen kommen frisch aus einer speziellen Pfanne. Traditionell erhalten sie anschließend Butter und reichlich Puderzucker.

Für den Transport eignen sich diese niederländischen Süßigkeiten jedoch kaum. Dafür gehören sie auf Märkten und in Pfannkuchenrestaurants zum süßen Pflichtprogramm. Besonders für Besucher, denen schwere Backwaren zu mächtig sind, sind Poffertjes mit ihrer luftigen Konsistenz eine beliebte Wahl.

Platz 5: Ontbijtkoek

Ontbijtkoek ähnelt dem deutschem Honigkuchen, enthält je nach Rezept jedoch keinen Honig. Sirup und Gewürze prägen häufig den besonderen Geschmack. Niederländer essen den weichen Kuchen gern in Scheiben, teilweise mit Butter.

Unter den niederländischen Süßigkeiten nimmt Ontbijtkoek eine Sonderrolle ein. Denn der Kuchen gilt zugleich als Frühstück und Snack für zwischendurch. Die Traditionsmarke Peijnenburg führt ihre Geschichte bis zu einer Bäckerei im Jahr 1883 zurück.

Schuimpjes erreichen Platz vier im Ranking der niederländischen Süßigkeiten. Das luftige Zuckergebäck erscheint häufig in bunten Farben und verschiedenen Formen. Besonders rund um Sinterklaas, dem heiligen Nikolaus, füllen saisonale Varianten die Regale.

Die Konsistenz erinnert an festes Baiser, das im Mund schnell zerfällt. Geschmacklich dominiert eine deutliche Süße. Deshalb reichen meist wenige Stücke, obwohl die leichte Form zunächst harmlos wirkt.

Platz 3: Zeeuwse Bolus

Der Zeeuwse Bolus ist ein klebriges Hefegebäck aus der Provinz Zeeland. Bäcker rollen den Teig vor dem Backen durch eine Mischung aus braunem Zucker und Gewürzen. Anschließend formen sie daraus eine gedrehte Spirale.

Diese niederländische Süßigkeit schmeckt saftig und intensiv nach karamellisiertem Zucker. Am besten genießt man sie frisch aus der Bäckerei. Das Museum Bakkerijmuseum bewahrt traditionelle Techniken des niederländischen Bäckerhandwerks und veranschaulicht dessen Entwicklung. Hier können NRW-Besucher außerdem die Köstlichkeiten probieren und kaufen.

+++ Darum sind holländische Supermärkte für Deutsche so gewöhnungsbedürftig +++

Platz 2: Lakritz

Platz zwei spaltet die Geschmäcker besonders deutlich – die einen lieben es, die anderen hassen es. Das niederländische Lakritz heißt „Drop“ und reicht von süß bis kräftig salzig. Hinzu kommen weiche Varianten sowie feste Sorten mit ausgeprägtem Salmiakgeschmack. Im Gegensatz zu deutschem Lakritz wird für die niederländische Süßigkeit oft echtes Salmiaksalz verwendet, was für den würzigen Geschmack sorgt. Manche Sorten enthalten sogar Honigzusatz oder eine Zuckerschicht mit mentholartiger Frische.

In den Niederlanden besitzt Drop einen hohen kulturellen Stellenwert. Nach Angaben des Forschungsverbunds NL-Lab essen die Niederländer durchschnittlich etwa zwei Kilogramm pro Jahr von der Süßigkeit. Allerdings sollten empfindliche Personen sehr salziges Lakritz nur maßvoll genießen.

Platz 1: Stroopwafels

Stroopwafels führen das Ranking der niederländischen Süßigkeiten an. Zwei dünne Waffeln umschließen eine klebrige Sirupfüllung. Dadurch entsteht der typische Kontrast zwischen knusprigem Rand und weicher Mitte. In vielen niederländischen Städten wie Amsterdam findet man Cafés, die sich besonders auf die Waffel spezialisiert haben. Dort finden Besucher nicht nur die traditionelle Stroopwafel, sondern auch verschiedene Sorten mit allen Möglichen Toppings – von Schokolade, über Streusel und Nusssplitter bis zu Marshmallows oder Kokos ist alles dabei.

Besonders aromatisch schmeckt die Waffel leicht erwärmt über einer Tasse Kaffee oder Tee. Die offizielle Tourismusseite Holland.com verortet ihre Entstehung um 1810 in Gouda. Demnach verwendete ein Bäcker ursprünglich nur Teigreste, Kekskrümel und Sirup.

Auch interessant: Bei diesem deutschen Verhalten können Niederländer nur den Kopf schütteln

Welche niederländische Süßigkeit gehört in den Einkaufskorb?

Bei niederländischen Süßigkeiten entscheidet vor allem der persönliche Geschmack. Stroopwafels und Zeeuwse Bolussen dürften Fans süßer Backwaren schnell überzeugen. Salziges Lakritz verlangt dagegen mehr Experimentierfreude.

Für die Heimfahrt eignen sich verpackte Stroopwafels, Drop und Boterbabbelaars besonders gut. Poffertjes sollte man dagegen frisch essen. Außerdem lohnt sich stets ein Blick auf Zutaten und Allergene.

Jetzt kennst du die niederländischen Süßigkeiten, die Kunden aus NRW besonders lieben. Hier liest du, warum ein Kaffee in den Niederlanden plötzlich zur Luxus-Ausgabe wird.