Wer sich Lebensmittel nach Hause liefern lässt, kennt das Problem: Bei Hitze ist die Kühlung schnell am Limit. Rewe will das jetzt ändern. Der Lebensmittelhändler stellt seinen Lieferservice auf eine neue Kühltechnik um. Der Start ist in Köln.
Im Lieferzentrum in der Domstadt lief zuletzt ein Test. Jetzt geht es dort in den regulären Betrieb. Rewe setzt dabei auf Boxen, die mit Vakuumisolationspaneelen gedämmt sind. Das teilte das Unternehmen mit. Weitere Standorte in Deutschland sollen 2027 folgen.
📌 Rewe-Lieferservice setzt auf neue Kühlboxen Technik: Boxen von Va-Q-Tec mit Vakuumdämmung und Kühlakku im Deckel. Sie kühlen passiv und halten die Kühlkette laut Rewe auch bei 35 Grad Außentemperatur. Start: Nach einem Test läuft im Lieferzentrum Köln jetzt der reguläre Betrieb. Weitere Standorte sollen 2027 folgen. Weniger Aufwand: Kühlfahrzeuge sind nicht mehr nötig. Verschiedene Temperaturzonen, etwa für Kühlware und Fleisch, lassen sich in einer Lieferung transportieren.
Rewe stellt sein Kühlsystem um
Die Boxen stammen vom Partner Va-Q-Tec. Sie haben eine ultradünne Vakuumdämmung. Im Deckel steckt ein spezieller Kühlakku, der die Temperatur konstant hält. Das System arbeitet passiv, braucht also keinen Strom.
Für die Auslieferungen hat das ganz verschiedene Folgen: Durch unterschiedliche Temperaturzonen lassen sich unterschiedlich Kühlprodukte in einer Lieferung transportieren. Kühlfahrzeuge sind nicht mehr nötig. Die Kühlkette soll dabei vom Fulfillment-Center bis zur Haustür halten. Rewe nennt dafür auch Außentemperaturen von 35 Grad Celsius.
Aus für Trockeneis
Mit der Umstellung verfolgt Rewe zwei Ziele. Die Abläufe in den Fulfillment-Centern sollen effizienter werden. Außerdem soll weniger Trockeneis zum Einsatz kommen. Zunächst ersetzt Rewe es bei Kühlware und Fleisch durch Kühlakkus.
Das spart nach Unternehmensangaben Aufwand bei Beschaffung, Lagerung und Handling. Zudem entfallen Sicherheitsrisiken für das Lieferpersonal.
„Hohe Anforderungen“
„Der Online-Lebensmittelhandel stellt hohe Anforderungen an Qualität, Produktsicherheit und Effizienz“, sagt Daniel Jäger, Chief Operating Officer des E-Food-Geschäfts bei Rewe. „Mit der VIP-Box haben wir gemeinsam mit unserem Partner va-Q-tec eine Lösung entwickelt und erfolgreich getestet, die genau diese Anforderungen erfüllt.“
Nach eigenen Angaben ist der Rewe-Lieferservice der größte in Deutschland für frische Produkte und Lebensmittel. Er erreicht die Hälfte der Haushalte. Das Sortiment umfasst 12.000 bis 15.000 Produkte. Geliefert wird aus 16 Versandzentren bundesweit.
Hast du dich schon mal gefragt, warum die Rewe-Billigmarke eigentlich „ja!“ heißt? Die Geschichte dahinter ist verblüffend.
