So spare ich beim Rewe-Einkauf wirklich Geld

Der Wocheneinkauf bei Rewe kostet viele Haushalte inzwischen deutlich mehr als noch vor ein paar Jahren. Wer genauer hinschaut, findet trotzdem zahlreiche Stellschrauben, um die Rechnung an der Kasse zu senken. Von der Wahl der richtigen Produkte bis zur cleveren Nutzung von Rabatten lässt sich einiges herausholen. Dieser Artikel zeigt, welche Strategien tatsächlich etwas bringen.

Schon vor dem eigentlichen Einkauf entscheidet sich oft, wie hoch die Ausgaben am Ende ausfallen. Wer ohne Plan in den Markt geht, füllt den Wagen erfahrungsgemäß mit mehr Produkten als nötig. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank und eine Einkaufsliste helfen, den Überblick zu behalten. So landen am Ende nur Dinge im Wagen, die tatsächlich gebraucht werden.

📌 Infos zum Sparen bei Rewe Bei Butter zeigte ein Testkauf besonders große Unterschiede: Eine 200-Gramm-Packung Kerrygold kostete 3,29 Euro, die 250-Gramm-Packung der Eigenmarke „Ja“ nur 1,95 Euro. Auch beim Toastbrot fiel die Eigenmarke trotz doppelter Füllmenge günstiger aus als das Markenprodukt. Rewe druckt bei einigen Eigenmarken den Namen des tatsächlichen Herstellers direkt auf die Verpackung. Verbraucherschützer kritisieren, dass Handelsketten bei vielen Produkten nur den sogenannten Inverkehrbringer nennen und nicht den eigentlichen Hersteller. Ähnliche Postleitzahlen auf Marken- und Eigenmarkenverpackung können ein Hinweis darauf sein, dass beide Produkte aus derselben Fabrik stammen.

Warum lohnt sich ein Einkaufszettel?

Ein Wochenplan zwingt dazu, vorher zu überlegen, was tatsächlich gekocht werden soll. Dadurch wandern weniger Spontankäufe in den Einkaufswagen. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass Lebensmittel am Ende ungenutzt im Müll landen. Beides schont langfristig das Budget.

Auch der Zeitpunkt des Einkaufs spielt eine Rolle. Wer hungrig durch die Gänge läuft, greift erfahrungsgemäß häufiger zu Süßigkeiten und Fertigprodukten. Ein kurzer Snack vor dem Einkauf kann diesen Effekt spürbar abmildern. Kleine Gewohnheiten wirken sich also direkt auf die Kassenrechnung aus.

Wie viel bringen Eigenmarken wirklich?

Beim größten Sparhebel handelt es sich um die Wahl zwischen Marke und Eigenmarke. Ein Test von Business Insider zeigt, wie groß der Unterschied ausfallen kann. Bei einem Einkauf mit neun vergleichbaren Produkten kostete der Warenkorb mit Markenartikeln 19,31 Euro, die Rewe-Eigenmarke „Ja“ kam auf nur 10,34 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von mehr als 46 Prozent.

Besonders deutlich fiel der Unterschied bei einzelnen Produkten aus. Eine 190-Gramm-Packung Pesto der Marke Barilla kostete 3,29 Euro, die vergleichbare Eigenmarke nur 1,19 Euro. Auch bei Ketchup, Butter und Salzstangen lag die Eigenmarke jeweils deutlich unter dem Markenpreis, obwohl die Packungsgrößen teils sogar größer ausfielen. Wer regelmäßig zu diesen Produkten greift, spart über das Jahr gerechnet eine beachtliche Summe.

Sind Eigenmarken genauso gut wie Markenprodukte?

Viele Kunden fragen sich, ob der niedrigere Preis auf Kosten der Qualität geht. Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen laut NDR jedoch regelmäßig, dass Eigenmarken qualitativ oft ähnlich abschneiden wie Markenprodukte. Unterschiede bei Geschmack, Verarbeitung oder Haltbarkeit fallen demnach häufig nur gering aus. Der niedrigere Preis erklärt sich vor allem durch eine andere Mischkalkulation der Hersteller.

Ein Grund dafür liegt auch in der Produktion selbst. Bei tierischen Lebensmitteln wie Milch oder Fleisch verrät das ovale Identitätskennzeichen auf der Verpackung, aus welchem Betrieb die Ware stammt. Stimmen die Kennzeichen von Marke und Eigenmarke überein, kommt beides aus derselben Fabrik. In anderen Fällen helfen ähnliche Adressen auf der Verpackung oder übereinstimmende Zutatenlisten, den tatsächlichen Hersteller zu erahnen.

Wann lohnen sich Rabattaktionen und Coupons?

Neben der Produktwahl lohnt sich auch ein Blick in den wöchentlichen Prospekt. Rewe bewirbt regelmäßig einzelne Artikel mit spürbaren Preisnachlässen. Wer diese Angebote mit dem eigenen Wochenplan abgleicht, kann gezielt zugreifen, ohne unnötig einzukaufen. Bei länger haltbaren Produkten lohnt sich bei einem guten Angebot manchmal sogar der Griff zu mehreren Packungen.

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Die Rewe-App bietet zusätzlich wechselnde Coupons, die sich vor dem Einkauf aktivieren lassen. Wer die App ohnehin nutzt, um Angebote zu prüfen, verschenkt an dieser Stelle kaum Zeit. Wichtig bleibt trotzdem, nur Produkte zu kaufen, die tatsächlich auf dem Einkaufszettel stehen. Rabatte entfalten ihren Spareffekt nämlich nur dann, wenn sie nicht zu zusätzlichen, eigentlich ungeplanten Käufen verleiten.

Was bringt Planung und Vorratshaltung wirklich?

Wer haltbare Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis oder Konserven im Vorrat hat, kann bei guten Angeboten flexibler reagieren. Frische Produkte wie Obst, Gemüse oder Brot lassen sich dagegen schlechter bevorraten und sollten eher kurzfristig eingeplant werden. Diese Trennung hilft dabei, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Am Ende bleibt so mehr Geld für den nächsten Einkauf übrig.

Insgesamt zeigt sich: Der größte Spareffekt entsteht nicht durch einen einzelnen Trick, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Gewohnheiten. Planung, der bewusste Griff zur Eigenmarke und ein Blick auf aktuelle Angebote ergänzen sich gegenseitig. Wer diese Punkte kombiniert, kann seinen Rewe-Einkauf spürbar günstiger gestalten, ohne bei der Qualität große Abstriche machen zu müssen.