CDU-Politiker spendet an AfD: Nun soll er aus der Partei fliegen

Bernd Prange ist seit Jahren CDU-Mitglied, sitzt für die Partei im Kreistag Stendal und ist Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe. Bei der kommenden Landtagswahl will er seine Stimme allerdings einer anderen Partei geben. Mehr noch: Prange hat der AfD Sachsen-Anhalt nach eigenen Angaben insgesamt 10.000 Euro gespendet.

Bekannt wurde der ungewöhnliche Vorgang durch einen offenen Brief des CDU-Politikers. Wie die „Volksstimme“ berichtet, bestätigte Prange das Schreiben. Auch die AfD bestätigte gegenüber der Zeitung den Eingang von zwei Spenden über jeweils 5.000 Euro.

Seine eigene Partei reagiert inzwischen deutlich. Der zuständige CDU-Kreisvorstand soll sich mit dem Fall befassen. Sogar ein Parteiausschluss steht im Raum.

📌 Bern Prange im Überblick Name: Bernd Prange Partei: CDU Amt: Ortsbürgermeister der Altmärkischen Höhe Weitere Funktion: Mitglied des Kreistags Stendal AfD-Spende: Nach eigenen Angaben zweimal 5.000 Euro, insgesamt 10.000 Euro Landtagswahl: Will am 6. September 2026 selbst die AfD wählen Politisches Ziel: Fordert ein Ende der Brandmauer und einen Kurswechsel der CDU Konsequenzen: Der CDU-Kreisvorstand will den Vorgang behandeln. Ein mögliches Parteiausschlussverfahren steht im Raum.

Prange wünscht sich absolute Mehrheit für AfD

Prange gehört der CDU seit vielen Jahren an und sitzt seit 2004 für die Partei im Kreistag Stendal. Dennoch will er bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September für die AfD stimmen.

Seine Spenden begründet der Kommunalpolitiker mit dem politischen Kurs der CDU. Die Partei habe sich aus seiner Sicht zu weit nach links bewegt. Prange wünscht sich bei der Wahl sogar eine absolute Mehrheit für die AfD. Dadurch erhofft er sich einen Kurswechsel seiner eigenen Partei und ein Ende der sogenannten Brandmauer.

Seine CDU-Mitgliedschaft aufzugeben, hatte Prange zunächst allerdings nicht vor.

CDU prüft Konsequenzen gegen Bernd Prange

Der Landesverband bezeichnete den Vorgang als „sehr schwerwiegend“. Sollte sich die Spende bestätigen, könne sie parteirechtliche Konsequenzen haben. „Niemand ist gezwungen, Mitglied unserer Partei zu bleiben, wenn er ihre politischen Grundüberzeugungen nicht mehr teilt“, erklärte der CDU-Generalsekretär in einer Mitteilung.

Nun liegt der Fall beim CDU-Kreisverband Stendal. Dessen Vorstand soll sich bei seiner nächsten Sitzung mit Pranges Spende beschäftigen. Dabei steht auch die Frage im Raum, ob gegen den Bürgermeister ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet wird.

Bernd Prange hat mit seiner CDU gebrochen und unterstützt die AfD. Selbst austreten will der Bürgermeister trotzdem nicht. Jetzt legt er sogar nach.