US-Präsident Donald Trump gibt sich im Konflikt um die Straße von Hormus äußerst gelassen. Obwohl Teheran neue Bedingungen für eine Öffnung der Seeroute stellt, setzt der amerikanische Staatschef vorerst auf Deeskalation. Vergangene Woche hatte er eine massive Angriffswelle im letzten Moment abgesagt.
Gegenüber dem Portal „Axios“ verwies der Präsident auf die enorme Inflation des islamischen Staates. „Wir geben dem nicht viel Aufmerksamkeit“, sagte er im Interview. Mit Blick auf die zähen diplomatischen Bemühungen fügte er hinzu: „Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie.“
📌 Darum ist die Straße von Hormus so wichtig Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Kommt es dort zu Angriffen oder einer Blockade, können die Ölpreise steigen und Lieferketten weltweit unter Druck geraten. Die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs wurde durch Angriffe auf Schiffe in der Meerenge ausgelöst.
Teheran stellt harte Bedingungen
Am Wochenende dämpfte der Nationale Sicherheitsrat des Irans die Hoffnungen auf eine rasche Freigabe der Meerenge. Die Machthaber fordern erhebliche Vorleistungen, darunter den Abzug der US-Streitkräfte, das Ende der Seeblockade und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Aktuell verhandelt Teheran direkt mit dem Oman über eine Lösung.
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Dass wirtschaftlicher Druck das Land zum Einlenken bewegt, bezweifelt der israelische Experte Danny Citrinowicz. Eine Kapitulation sei unwahrscheinlich, da Teheran die Kontrolle der Meerenge nicht aufgeben werde. Unterdessen warnt die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO vor einer ernsten Bedrohungslage durch die iranischen Revolutionsgarden.
Eskalation an weiteren Fronten
Innerhalb des iranischen Machtapparats gibt es derweil eine wichtige Veränderung. Modschtaba Chamenei ernannte den ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohsen Resai, zum neuen Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrats. Dies deutet auf einen wachsenden Einfluss der Militärorganisation hin.
Parallel dazu spitzt sich die Lage im Jemen zu. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz griff die Hafenstadt Mokka mit Raketen an. Laut Armeeangaben traf der Beschuss ein Wohnviertel, während die Rebellen behaupten, saudi-arabische Truppen anvisiert zu haben. Zuletzt attackierten die Islamisten auch wiederholt saudi-arabische Schiffe.
