Da herrscht längst keine Harmonie mehr! Zwischen Christian Horner und Helmut Marko eskaliert der Streit endgültig. Der ehemalige Red-Bull-Teamchef sorgt mit seiner Autobiografie für mächtig Wirbel. Der langjährige Formel-1-Berater holt indes zum Gegenschlag aus.
Die Formel 1 erlebt damit eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen zwei früheren Weggefährten. Marko lässt kaum ein gutes Haar an Horners Buch. Gegenüber der österreichischen „Krone“ erklärt der 83-Jährige: „Das ist eine Summe von Unwahrheiten auf einem so niederen Niveau, dass ich darauf nicht eingehen werde.“
📌 Fakten zu Christian Horner Geburt: Christian Horner wurde am 16. November 1973 im englischen Leamington Spa geboren. Karriere: 2005 wurde er mit nur 31 Jahren der damals jüngste Teamchef der Formel 1. Erfolge: Unter seiner Führung gewann Red Bull acht Fahrer-Weltmeisterschaften und sechs Konstrukteurs-Titel. Red-Bull-Aus: Im Juli 2025 musste Horner nach über 20 Jahren seinen Posten räumen. Laurent Mekies übernahm.
Formel 1: Marko widerspricht Horner deutlich
Besonders ein Vorwurf bringt den Österreicher auf die Palme. Horner behauptet in seiner Autobiografie, Marko habe nach dem Tod seiner früheren Partnerin Beverly keine Anteilnahme gezeigt. Eine Darstellung, die der 83-Jährige entschieden zurückweist. Marko will das nicht auf sich sitzen lassen. Dem Reporter der „Krone“ zeigt er sogar eine Nachricht auf seinem Handy. Diese soll belegen, dass er Horner nach dem Todesfall sehr wohl kondoliert hatte.
Doch damit nicht genug! Auch der Zeitpunkt der Buchveröffentlichung stößt Marko bitter auf. Horner brachte seine Autobiografie ausgerechnet am vierten Todestag des früheren Red-Bull-Chefs Dietrich Mateschitz heraus. Markos Urteil fällt eindeutig aus: „Eine Peinlichkeit“.
Eine persönliche Aussprache mit Horner kommt für den Österreicher offenbar nicht infrage. Im Gespräch mit „RTL/Sky Sport“ stellt er klar, dass er daran kein Interesse habe. Von den Aussagen seines ehemaligen Kollegen erfahre er ohnehin nur über Dritte.
„Hätte man etwas Loyalität erwartet“
Auch eine eigene Autobiografie plant Marko nicht. Dabei hätte er nach eigenen Angaben durchaus einiges zu erzählen. Eine öffentliche Abrechnung nach dem Vorbild Horners lehnt er allerdings entschieden ab. In der Formel 1 dürfte besonders ein weiterer Vorwurf aufhorchen lassen. Marko kritisiert, wie Horner nach seinem Abschied mit seinem früheren Arbeitgeber umgeht. Gerade angesichts der finanziellen Entschädigung hätte er ein anderes Verhalten erwartet.
„Vor allem nach der Riesenabfindung, die er bekommen hat, hätte man etwas Loyalität erwartet“, erklärt Marko. Der Streit zwischen den früheren Red-Bull-Verantwortlichen geht damit in die nächste Runde. Eine Versöhnung scheint vorerst nicht in Sicht.
