„Bullshit!“ Eberl platzt bei Bayern-Gerücht der Kragen

Max Eberl hat genug von den Gerüchten. Der Sportvorstand des FC Bayern reagierte im Interview mit der „Sport Bild“ ungewöhnlich deutlich auf Spekulationen über sein Verhältnis zu Christoph Freund. Von Zwist will Eberl nichts wissen.

Auf die Frage nach einem angeblich zerrütteten Verhältnis zum Sportdirektor wurde der Bayern-Boss klar wie selten. „Das ist Bullshit!“, sagte Eberl. Es handle sich um eine „an den Haaren herbeigezogene Geschichte“, die er nicht nachvollziehen könne.

📌 Eberl bei den Bayern Start 2024: Max Eberl ist seit dem 1. März 2024 Sportvorstand des FC Bayern. Zuvor war der Posten längere Zeit ein großes Thema an der Säbener Straße. Bayern-Vergangenheit: Eberl kam schon als Kind zum FC Bayern, durchlief den Nachwuchs und spielte später auch für die Profis. Vertrag verlängert: Im August 2026 verlängerte der FC Bayern Eberls Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2029. Sportliche Machtzentrale: Eberl bildet mit Sportdirektor Christoph Freund die sportliche Führung des Rekordmeisters. Klare Ansage: Eberl schließt selbst 100-Millionen-Euro-Transfers beim FC Bayern nicht aus, will solche Deals aber „mit Weitblick“ angehen.

Eberl verteidigt Verhältnis zu Freund

Damit schiebt Eberl den Spekulationen erst einmal öffentlich einen Riegel vor. Gerade beim FC Bayern bekommen interne Personalfragen schnell eine eigene Dynamik. Wenn dann auch noch die sportliche Führung im Fokus steht, wird aus einem Gerücht schnell ein großes Thema.

Eberl betont jedoch, dass die Zusammenarbeit mit Freund aus seiner Sicht sehr gut funktioniere. Der Sportdirektor ist bei Bayern München in viele sportliche Prozesse eingebunden. Entsprechend wichtig ist für den Klub, dass die Linie zwischen beiden Verantwortlichen stimmt.

Freund-Verlängerung soll folgen

Auch bei der Zukunft von Freund klingt Eberl zuversichtlich. Er geht davon aus, dass dessen Vertragsverlängerung „schnell und lautlos“ über die Bühne gehen kann. Das wäre ein klares Zeichen für Stabilität in der sportlichen Führung.

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Für Bayern München wäre genau diese Ruhe wichtig. Der Klub hat in den vergangenen Jahren genug Unruhe auf Führungsebene erlebt. Eberl und Freund sollen nun gemeinsam den Kader weiterentwickeln. Öffentliche Störgeräusche passen da überhaupt nicht ins Bild.

Bayern plant weiter große Transfers

Abseits des deutlichen Dementis sprach Eberl auch über die Transferkraft des Rekordmeisters. 100-Millionen-Euro-Deals schließt er für Bayern München grundsätzlich nicht aus. Der Kane-Transfer habe gezeigt, dass der Klub solche Summen stemmen könne, wenn er überzeugt sei.

Gleichzeitig will Bayern nicht jeden Marktpreis mitgehen. Eberl betonte, dass große Ausgaben nur mit Weitblick passieren sollen. Das Ziel bleibt klar: Spieler verpflichten, die Titel ermöglichen und zur sportlichen Idee passen.

Barcola war Bayern zu teuer

Ein Beispiel dafür ist Bradley Barcola. Mit dem Franzosen hatte sich Bayern München laut Eberl beschäftigt. Am Ende wechselte der Offensivspieler von Paris Saint-Germain zum FC Liverpool. Die Ablöse lag bei 125 Millionen Euro.

Für die Münchner war diese Größenordnung zu hoch. „Wenn man solche Summen hört, dann ist das für uns zu viel gewesen“, erklärte Eberl. Damit macht er deutlich: Bayern kann groß einkaufen, will aber nicht blind jede Preisexplosion mitmachen.

Olise ohne Preisschild

Besonders entspannt wirkt Eberl bei Michael Olise. Spekulationen über Interesse anderer Topklubs lassen ihn kalt. Eine Schmerzgrenze gebe es beim Franzosen nicht. Sein Satz dazu passt zur Bayern-Denkweise: Man müsse bei keiner Summe schwach werden.

Trotzdem schaut der Klub schon nach vorne. Olises Vertrag läuft bis 2029. Bis zum kommenden Sommer will Bayern München laut Eberl wissen, ob der Offensivstar eine Tendenz zur Verlängerung zeigt. Auch das gehört zur langfristigen Planung.

Eberl setzt auf neuen Kader

Mit Nathaniel Brown, Ismael Saibari und Bara Sapoko Ndiaye sieht Eberl den Kader gut gerüstet. Bayern sei jünger und flexibler geworden. Dazu habe die Mannschaft bei Tempo und Kreativität zugelegt. Die Richtung stimmt aus Sicht des Sportvorstands.

Vor dem Champions-League-Start gegen FK Bodø/Glimt steht aber vor allem Eberls Klartext im Vordergrund. Das angebliche Freund-Problem wischt er mit einem einzigen Wort weg. Beim FC Bayern soll Ruhe herrschen – zumindest in dieser Frage.