Der FC Bayern hat im Fall Sacha Boey wohl sein nächstes Transferproblem. Nach Wochen der Suche ist ein Abschied des Franzosen deutlich unwahrscheinlicher geworden. Mit Saudi-Arabien ist nun auch einer der letzten Hoffnungsmärkte dicht.
Noch nach dem 0:0 beim FC Schalke klang Max Eberl vorsichtig optimistisch. Es seien noch Märkte offen, sagte der Sportvorstand. Inzwischen aber schrumpft der Spielraum massiv. Bayern München droht damit, auf Boey mindestens bis zum Winter sitzenzubleiben.
📌 Fakten zu Sacha Boey Sacha Boey ist französischer Rechtsverteidiger. Er wechselte im Januar 2024 nach München. Der Abwehrspieler besitzt beim FC Bayern einen Vertrag bis 2028. Vor seiner Bayern-Zeit spielte Boey für Galatasaray.
Saudi-Option weg – Boey bleibt wohl
Nach „Bild“-Informationen gab es zuletzt Gespräche mit Klubs aus Saudi-Arabien. Boey soll einem Wechsel in die Saudi-Pro-League grundsätzlich offen gegenübergestanden haben. Doch der Durchbruch blieb aus. Eine Einigung kam offenbar nicht zustande.
Das wiegt schwer, weil auch in der Türkei keine Transfers mehr möglich sind. Beide Märkte galten in München als letzte realistische Auswege. Für Bayern München wird die Suche nun kompliziert. Einige Transferfenster sind zwar noch offen, passen aber nicht zu Boeys Situation.
Bayern braucht passenden Käufer
In Ländern wie der Schweiz, Polen, Tschechien, Kroatien, Bulgarien oder Rumänien könnten Vereine noch handeln. Ein Wechsel dorthin wirkt aber sehr unwahrscheinlich. Dafür müssten gleich mehrere Bedingungen passen. Genau daran hakt es derzeit.
Auch interessant: „Tut mir einfach weh“ – Bayern-Neuzugang Saibari verrät traurigen Hintergrund seiner Rückennummer
Bayern München soll rund 15 Millionen Euro für Boey aufrufen. Dazu kommt sein Gehalt. Auch der Spieler müsste einem Ziel zustimmen, das sportlich und finanziell überzeugt. Diese Kombination findet sich kurz vor Schluss nicht auf Knopfdruck.
Kaderplatz bleibt schwieriges Thema
Sportlich ist die Lage für Boey heikel. Die Bayern-Verantwortlichen machten schon vor dem Saisonstart deutlich, dass sie bei einem passenden Angebot gesprächsbereit wären. Der Franzose sollte den Klub verlassen können, wenn alle Seiten profitieren.
Zuletzt tauchte Boey nicht im Kader auf. Beim 5:1 gegen Stuttgart fehlte er ebenso wie beim 0:0 auf Schalke. Die Münchner wollten damit offenbar auch kein Verletzungsrisiko eingehen, solange ein kurzfristiger Transfer noch möglich schien.
Freund kündigt klare Linie an
Falls kein Wechsel mehr gelingt, soll Boey trotzdem nicht dauerhaft außen vor bleiben. Sportdirektor Christoph Freund hatte diesen Fall bereits eingeordnet. Wenn alle Märkte geschlossen seien und Boey bleibe, werde er ganz normal Teil der Mannschaft sein.
Zugleich lobte Freund den Profi ausdrücklich. Boey habe sich immer einwandfrei verhalten, gut trainiert und eine starke Vorbereitung gespielt. Das ist wichtig für die nächsten Wochen. Denn aus dem Verkaufskandidaten könnte nun wieder eine Kaderoption für Vincent Kompany werden.
Winter wird wohl nächste Chance
An der Grundrichtung ändert das aber wenig. Bayern München wollte Boey abgeben, fand bislang aber keinen passenden Deal. Jetzt läuft vieles auf eine Zwischenlösung hinaus. Der Spieler bleibt, trainiert mit und muss sich im Alltag neu anbieten.
Spätestens im Winter dürfte der Poker wieder Fahrt aufnehmen. Dann öffnen alle großen Märkte erneut, und Bayern München kann einen neuen Anlauf starten. Bis dahin bleibt Boey das Symbol einer zähen Verkaufsseite. Die Frist ist abgelaufen, das Problem bleibt. Auch spannend: DFB-Absage nach Bayern-Aus – für Goretzka könnte sie schwerwiegende Folgen haben
