Statt Tabellenführung gibt es nur einen Punkt: Der FC Bayern bleibt in Augsburg ohne Sieg. Dabei hatte Borussia Dortmund mit seinem 2:2 gegen Werder Bremen vorgelegt. Die Münchner hätten also an der Spitze vorbeiziehen können.
Der Abend begann für den Rekordmeister denkbar schlecht. Nach einem Patzer von Manuel Neuer traf Robin Fellhauer schon nach 8,4 Sekunden. Ismael Saibari und Nathaniel Brown sicherten den Gästen später zumindest einen Zähler.
📌FC Augsburg – FC Bayern München Ergebnis: 2:2 (1:0) Torschützen: Fellhauer (1:0), Saibari (1:1), Ribeiro (2:1), Brown (2:2) VAR-Einsatz: Zwei aberkannte Tore von Luis Diaz Stadion: WWK-Arena (Augsburg) Zuschauer: 30.660 (ausverkauft) Schiedsrichter: Sven Jablonski
FC Bayern: Hainer klagt über Belastung
Präsident Herbert Hainer sieht den Grund vor allem in der Dauerbelastung. Er erklärte: „Keine andere Mannschaft in der Bundesliga und auch international ist so belastet wie wir es waren. Unsere Nationalspieler sind mehr beansprucht als die Gegner in der Bundesliga. Das hat man gestern auch gemerkt.“
Ehrenpräsident Uli Hoeneß wird noch deutlicher. Er macht die Terminplanung der internationalen Verbände für die schwierigen Bedingungen verantwortlich. Der „Bild“ sagte er: „Wir sind der große Leidtragende der langen WM. Unsere Spieler kamen erst sehr spät, mussten dann in den Urlaub gehen.“
Hoeneß watscht UEFA ab
Besonders sauer macht ihn die Pause kurz nach dem Ligastart. Gleich 18 Spieler des FC Bayern reisten zu ihren Nationalteams. Hoeneß poltert: „Ich finde es von der UEFA eine Katastrophe, nach vier Wochen Liga-Betrieb dann schon wieder eine zweiwöchige Länderspielpause zu machen.“
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Auch die Nations League bekommt ihr Fett weg. Hoeneß nennt sie einen „albernen Wettbewerb“. Für ihn zählen die Interessen der Vereine mehr als die der Nationalmannschaften.
Hainer bleibt im Titelrennen trotzdem entspannt. „Es zählt, wer am Saisonende vorne ist, und das wird der FC Bayern sein“, betonte er. Hoeneß denkt weiter: Die Klubs sollen beim internationalen Spielkalender künftig lauter für ihre Interessen eintreten.
