Wegen heftiger Waldbrände im benachbarten Indonesien leidet Singapur derzeit unter einer massiven Luftverschmutzung. Die Werte haben mittlerweile ein ungesundes Niveau erreicht. Für den Rennbetrieb der Formel 1 in der asiatischen Metropole soll diese dicke Luft allerdings keine negativen Folgen haben.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP äußerte sich der Automobil-Weltverband FIA zu der angespannten Situation. „Die Luftqualität wird von den zuständigen lokalen Behörden überwacht, und für den Fall einer Verschlechterung der Lage sind entsprechende Notfallmaßnahmen getroffen worden“, teilte der Verband offiziell mit.
📌 Fakten zum Singapur-GP Premiere mit Flutlicht: 2008 war das erste Nachtrennen der F1-Geschichte. Gefahren wird unter Flutlicht auf dem Marina Bay Street Circuit. Körperlich extrem hart: Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 30 °C machen das Rennen zu einem der anstrengendsten im Kalender. Die Fahrer verlieren dabei oft mehrere Kilo Körpergewicht. Safety Car fast sicher: Auf dem engen Stadtkurs mit Mauern und 19 Kurven gab es in fast jedem Rennen mindestens eine Safety-Car-Phase. Skandal 2008: Beim „Crashgate“ ließ Renault-Pilot Nelson Piquet Jr. absichtlich einen Unfall bauen, damit Teamkollege Fernando Alonso vom Safety Car profitiert. Alonso gewann, der Skandal kam erst 2009 heraus.
Formel 1: Gefährliche Werte in der Millionenmetropole
Am Freitag fiel die Luftqualität laut dem Schweizer Messdienst IQAir auf einen bedenklichen Wert von 205 ab. Damit gehört der Stadtstaat momentan zu den am stärksten verschmutzten Städten der ganzen Welt. Experten stufen Messwerte über 150 als ungesund ein, während Zahlen jenseits der 300er-Marke sogar als gefährlich gelten.
Bei einer weiteren Verschlimmerung des Dunstes rechnet die FIA höchstens mit punktuellen Anpassungen des Rahmenprogramms. Laut dem Weltverband „könnte es – je nach Verschmutzungsgrad – zu Einschränkungen bei Aktivitäten im Freien kommen, die sich vor allem auf Unterhaltungsangebote beziehen und nicht auf das Fahrerlager und die Rennstrecke“.
Zeitplan bleibt vorerst bestehen
Eine Absage des sportlichen Teils steht demnach nicht zur Debatte. Deutlich betonen die Verantwortlichen: „Aufgrund der neuesten verfügbaren Informationen ist jedoch nicht zu erwarten, dass die Luftqualität und der Smog eine Gefahr für den Rennbetrieb oder die Durchführung der Veranstaltung darstellen.“
Wie geplant ging am Freitag bereits das einzige Training auf dem Stadtkurs über die Bühne. Um 14.30 Uhr deutscher Zeit steht am Nachmittag das Qualifying für den letzten Sprint des Jahres auf dem Programm, welches der Sender Sky überträgt.
