In den Dünen von Zandvoort fehlt Lewis Hamilton noch ein Triumph. „Das will ich definitiv ändern“, kündigte der 41-Jährige an. Ein Sieg am Sonntag wäre die optimale Vorbereitung auf sein größtes Ziel: den achten WM-Titel.
Vor einem Jahr fühlte sich der Superstar noch nutzlos, nun wirkt er extrem entschlossen. „Ich bin so fit zurückgekommen wie noch nie zuvor im Sommer in den 20 Jahren – oder wie lange ich nun schon hier bin“, sagte Hamilton. Die Sun schrieb von einem romantischen Sommer mit Kim Kardashian. Neben Strandfotos postete der Rennfahrer aber auch Videos seiner harten Trainingseinheiten.
📌 Hamiltons sieben WM-Titel Sieben WM-Titel: Lewis Hamilton wurde 2008, 2014, 2015, 2017, 2018, 2019 und 2020 Formel-1-Weltmeister — damit liegt er gleichauf mit Michael Schumacher. Erster Titel mit McLaren: 2008 gewann Hamilton die WM im letzten Rennen von Brasilien — am Ende mit nur einem Punkt Vorsprung auf Felipe Massa. Mercedes-Dominanz: Sechs seiner sieben Titel holte Hamilton mit Mercedes — besonders brutal war die Serie 2017 bis 2020 mit vier WM-Titeln in Folge.
Vom tiefen Fall zur erneuten Titelchance
Im Jahr 2007 startete der Pilot in der Formel 1. Nach seinem Wechsel zu Mercedes zog er 2020 mit Rekordhalter Michael Schumacher gleich. Danach zeigte die Leistungskurve nach unten. Bei Ferrari zweifelte der Brite an sich selbst, während andere das Ende seiner Karriere prophezeiten.
Zur Halbzeit der Saison liegt der Altmeister auf dem zweiten Platz. Auf seinen Mercedes-Nachfolger Kimi Antonelli fehlen ihm 50 Punkte. Bei zwölf ausstehenden Rennen ist das aufholbar. „Ich glaube fest daran, dass wir die Lücke schließen können. Weit weg sind wir nicht“, betonte Hamilton.
Ein ungleiches Duell um die Krone
Für die Formel 1 erweist sich der Zweikampf zwischen dem erfahrenen Star und dem Teenager als PR-Segen. Voller Respekt äußert sich Antonelli über den Briten, der ihm zum Start bei den Silberpfeilen sogar einen Brief schrieb.
Geschenke wird der Routinier seinem Herausforderer nicht machen. Mit der Erfahrung aus fast 400 Rennen geht der 41-Jährige in den Endspurt. Sein Rivale hat nicht einmal ein Zehntel dieser Einsätze absolviert, bewies mit sechs Siegen in elf Rennen aber enorme Reife.
Druck und historische Chancen
In Zandvoort (Rennen hier live) äußerte sich der junge Italiener zum Druck. „Natürlich möchte ich nicht ins Auto steigen und dabei über die Meisterschaft nachdenken oder Angst haben, Fehler zu machen oder so etwas“, erklärte Antonelli.
Dem 19-Jährigen ist bewusst, dass er der erste italienische Weltmeister seit Alberto Ascari 1953 werden könnte. Eine besondere Note erhält der Zweikampf durch vertauschte Rollen. Der Italiener fährt für einen deutschen Rennstall, der Brite greift für Ferrari nach dem Titel. Mehr über das letzte Zandvoort-Rennen der Formel 1 hier.
