Kinderärztin Dr. Bea Merscher Alves auf Konfrontationskurs mit Kanzler Merz! Am Donnerstag gerieten beide im RTL-Talk aneinander. Auch nach der Sendung knallte es erneut zwischen dem Bundeskanzler und der Medizinerin.
Dabei drehte es sich um eine Demonstration am 5. September in Berlin, die sie initiiert. Sie mobilisiert dazu Ärzte, Pflegekräfte, Hebammen und weitere gegen die Kürzungen im Gesundheitswesen.
📌 Das ist Dr. Bea Merscher Alves Sie studierte in Frankfurt und Coimbra (Portugal). Ihre Ausbildung zur Kinderärztin absolvierte sie in der Schweiz. Zudem hat sie einen Master in Public Health in Liverpool. Merscher selbst ist zweifache Mutter und alleinerziehend. Auf Instagram, TikTok und Facebook hat sie als „Dr. Bea Kinderärztin“ fast 500.000 Follower.
„Das geht auch zu weit, Herr Merz“
Merz war im Talk bei „RTL Aktuell“ auf 180, nachdem er von Kinderärztin Merscher Alves scharf kritisiert wurde. Sie bezeichnete seine Kürzungen im Gesundheitssystem als „menschenverachtend“ und warf ihm vor, seinen Amtseid zu brechen. „Sie unterstellen mir, dass ich hier vorsätzlich, und Sie zeigen dann Kindern, dass ich vorsätzlich die Zukunft dieser Kinder zerstöre. Und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen: Das geht zu weit. Das weise ich mit Entschiedenheit zurück.“
Doch Merscher Alves bot ihm die Stirn: „Das, was Sie im Gesundheitssystem machen, Herr Merz, geht auch zu weit.“ Dann ging sie auf das Beispiel der AU-Bescheinigung ab dem ersten Krankheitstag ein. „Was unterstellen Sie damit den Menschen? Dass sie blau machen, dass sie krankfeiern, dass wir Simulanten sind.“ Sie argumentiert, dass das zu 30 Millionen mehr Patienten-Kontakten in den Praxen führen werde. „Das belastet das System, das Sie jetzt massiv budgetieren und deckeln“, so Dr. Merscher. Ohne einen Nachweis, dass es einen Missbrauch gibt. Die Merz-Regierung drehe unnötig an Stellschrauben, an denen nicht gedreht werden müsste.
Das passierte laut der Kinderärztin nach der RTL-Sendung
Im Anschluss an die RTL-Sendung gab es ein Nachspiel, darüber packte die Niedersächsin in einem Social-Media-Clip aus. Darin sagt Merscher, dass sie Merz zur Demo am 5. September eingeladen habe. „Er war noch sichtlich pikiert von meiner Aussage, dass er menschenverachtende Gesetze erlässt und seinen Amtseid bricht. Und ich habe dann gesagt: ‚Kommen Sie doch, zeigen Sie Volksnähe. Kommen Sie zu unserer Demo.“ Dann verrät sie, wie der Bundeskanzler geantwortet haben soll.
Sie imitiert ein höhnisches Kichern des Kanzlers und dann den Satz: „Ganz sicher nicht.“ Offenbar ist die Kinderärztin fassungslos über diese kühle Abfuhr: „Das ist unser Bundeskanzler. Ich lasse das so stehen.“
Zum Abschluss des Videos verspricht Merscher Alves, laut werden zu wollen für „die Kinder, die Kranken und alle Schwachen dieser Gesellschaft“. Der Clip hat schon über eine halbe Million Aufrufe allein auf Instagram. Auch die RTL-Clips gehen viral im Netz. Es scheint so, als habe Kanzler Merz nun eine neue Gegnerin aus der Zivilgesellschaft!
