Leon Goretzka muss direkt nach seinem Neustart bei Aston Villa auf die Bremse treten. Der frühere Bayern-Profi kündigte bei Instagram eine kurze Pause an. Damit dürfte er auch die ersten Länderspiele unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp verpassen.
Für Goretzka ist das ein bitterer Zeitpunkt. Nach seinem ablösefreien Wechsel vom FC Bayern München wollte der 31-Jährige sportlich wieder Fahrt aufnehmen. Nun reagierte sein Körper nach eigener Aussage auf die erhöhte Belastung nach der Zeit ohne Spielrhythmus. Die Folgen für seine Nationalelf-Karriere könnten weitreichend sein.
📌 Die Karriere von Leon Goretzka Ruhrpott-Anfänge: Leon Goretzka wurde in Bochum geboren, spielte lange beim VfL und gab dort 2012 sein Profidebüt. Schalke-Durchbruch: 2013 wechselte er zum FC Schalke 04 und reifte dort zum Nationalspieler. Bayern-Jahre: Von 2018 bis 2026 spielte Goretzka für den FC Bayern und gewann 2020 das Triple beziehungsweise Sextuple. England-Wechsel: Nach seinem Bayern-Abschied schloss er sich 2026 ablösefrei Aston Villa an. DFB-Erfahrung: Für deutsche Nationalteams kommt Goretzka laut DFB-Datencenter auf mehr als 100 Einsätze.
Goretzka muss erst einmal pausieren
An die Fans von Aston Villa schrieb Goretzka, der Empfang im Klub sei großartig gewesen. Sein Gefühl, am richtigen Ort zu sein, sei in den ersten Tagen immer stärker geworden. Dann folgte aber die schlechte Nachricht.
Sein Körper habe auf die höhere Belastung reagiert, erklärte Goretzka. Diese Pause sei frustrierend, aber nötig. Die kommenden Tage inklusive der Länderspielpause wolle er zur vollständigen Erholung nutzen. Danach wolle er für Villa wieder alles geben.
Klopp-Neustart wird zum Problem
Aus DFB-Sicht kommt diese Nachricht zur denkbar ungünstigen Phase. Klopp startet als Bundestrainer und formiert sein erstes Team. Gerade in solchen Momenten zählen Eindrücke, Rollenprofile und direkte Signale. Wer fehlt, kann schnell ins Hintertreffen geraten.
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Goretzka war schon unter Julian Nagelsmann keineswegs gesetzt. Nun beginnt unter Klopp ein neuer Kampf um Plätze. Im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz groß. Namen wie Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, Assan Ouedraogo, Joshua Kimmich, Nadiem Amiri, Pascal Groß und Angelo Stiller stehen im zentralen Mittelfeld parat.
Viel Konkurrenz im DFB-Zentrum
Für Goretzka bedeutet das: Er müsste sich jetzt eigentlich auf dem Platz zeigen. Nach dem Bayern-Aus braucht er Argumente. Spielzeit bei Aston Villa, Rhythmus in der Premier League und starke Auftritte wären der schnellste Weg zurück in die DFB-Diskussion.
Genau dieser Weg verzögert sich nun. Dazu spielt Goretzka künftig in England und damit außerhalb des gewohnten Bundesliga-Schaufensters. Klopp kann ihn zwar weiter beobachten, aber nicht mal eben Woche für Woche im deutschen Stadion live sehen.
Premier League als neue Bühne
Sportlich ist Aston Villa für Goretzka eine reizvolle Adresse. Der Wechsel in die Premier League bietet ihm ein hohes Niveau und eine neue Herausforderung. Gleichzeitig muss er dort erst ankommen. Nach einer längeren Pause braucht jeder Profi wieder Belastungsvertrauen.
Gerade für einen erfahrenen Nationalspieler zählt nun der Start. Goretzka ist 31 Jahre alt und besitzt große Turniererfahrung. Doch beim DFB entsteht unter Klopp vermutlich eine neue Rangordnung, womöglich eine Verjüngung. Da hilft Vergangenheit nur begrenzt.
Erste Spiele wohl ohne Goretzka
Die deutsche Nationalmannschaft startet am 24. September in den Niederlanden. Danach folgen Heimspiele gegen Griechenland und Serbien sowie eine weitere Partie in Griechenland. Für Klopp sind das wichtige Tests. Für Goretzka werden sie wohl zur verpassten Chance.
Sein Plan ist klar: erst auskurieren, dann bei Aston Villa angreifen. Doch im Kampf um die Nationalmannschaft läuft die Uhr sofort mit. Der Neustart nach dem Bayern-Aus sollte seine Bühne werden. Jetzt beginnt er mit einem Dämpfer. Warum Goretzka einst Schalke 04 verließ, liest du hier.
