Ärger kurz vor Formel-1-Start: Madrid-GP löst massiven Widerstand aus – erste Festnahmen

Rund um das Formel-1-Rennen in Madrid regt sich massiver Widerstand. Gegner des sportlichen Großereignisses nutzten den Grand Prix für gezielte Protestaktionen.

Nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten kletterten elf Aktivisten am Sonntag (13. September) auf einen Baukran direkt am Messegelände, wo das Formel-1-Rennen an jenem Tag stattfindet. Die Polizei schritt ein und nahm die gesamte Gruppe schließlich fest.

📌 Fakten zum Madrid-GP Der Kurs rund um das IFEMA-Messegelände ist rund 5,4 Kilometer lang und kombiniert permanente Rennstreckenabschnitte mit öffentlichen Straßenpassagen. Das optische und fahrerische Highlight der Strecke ist eine überhöhte Kurve mit einer Neigung von bis zu 24 %. Sie ist einer Stierkampfarena nachempfunden und bietet Platz für Zehntausende Fans. Insgesamt 22 Kurven warten auf die Piloten.

Aktivisten stürmen Baukran an Formel-1-Strecke

Laut dem Fernsehsender „Telemadrid“ planten die Kletterer, ein großes Banner an dem Baugerät zu befestigen. Dabei soll es sich nach Informationen der Zeitung „Diario de Madrid“ um ein Transparent der Umweltorganisation Greenpeace gehandelt haben.

Für das Formel-1-Rennen bauten die Verantwortlichen die Strecke „Madring“ direkt an der Madrider Messe auf. Der neue Kurs sorgte bei den Fahrern zuletzt für viel Spannung, schließlich ist eine neue Strecke selbst für die erfahrensten Fahrer im Feld immer schwierig einzuschätzen. Nach dem Ende des Grand Prix bauen Arbeiter diesen Kurs teilweise wieder ab.

Anwohner wehren sich gegen den Motorenlärm

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung formierte sich deutlicher Protest gegen die Rückkehr der Motorsport-Königsklasse. Nach mehr als vier Jahrzehnten Pause findet das Rennen erstmals wieder in der spanischen Hauptstadt statt.

Besonders die enorme Lärmbelastung treibt die Anwohner auf die Straße. Aus diesem Grund versammelten sich viele Bürger auch am Rennsonntag zu friedlichen Protesten direkt vor der Strecke. Eine Gefährdung des Formel-1-Rennens ist derweil nicht gegeben.

Wo du den Madrid-GP live verfolgen kannst, erfährst Du im Übrigen hier.