Es war ein Triumph für die Linke: Mit 25,7 Prozent wurde sie am Wahlsonntag zur stärksten Kraft im neuen Abgeordnetenhaus. Die Basis feierte bis spät am Abend mit dem traditionellen Halay-Gruppentanz zu traditionellen orientalischen Klängen. In Kreuzberg fand die zentrale Wahlparty des Landesverbandes statt. Doch bei einer Wahlparty des linksradikalen Bezirksverbands Neukölln tauchten dubiose Gestalten auf.
Sie befeuern die Zweifel daran, ob die Linkspartei in Berlin koalitionsfähig ist, und verstärken antisemitische Vorwürfe gegen den Landesverband.
📌 Fakten zum Remmo-Clan Es handelt sich um eine arabischstämmige Großfamilie, die über den Libanon in den 1980er-Jahren nach Deutschland einwanderte. Die Mitglieder gehören zur ethnischen Gruppe der Mhallami. Es handelt sich um bis zu 1.000 Personen, aufgeteilt in mehrere Teilfamilien. Ein Teil des Clans ist polizeibekannt durch organisierte Kriminalität (Einbrüche, Geldwäsche, Drogen- und Waffenhandel). Issa Remmo ist das patriarchale Oberhaupt der Großfamilie.
Palästinenser-Aktivist und Clan-Chef freuen sich über Linken-Sieg
So erschien Issa Remmo, der Chef des berüchtigten Remmo-Clans, auf der Feier, wie zuerst die „Berliner Morgenpost“ berichtete. Er posierte mit dem Victory-Zeichen und erklärte, er fühle sich „unterstützt“ von der Berliner Linken. Die Partei will unter anderem die Aufrüstung der Polizei in der Hauptstadt stoppen und laut Wahlprogramm entsprechende „Mittel umverteilen“.
Doch damit nicht genug. Auch der radikale Palästinenser-Aktivist Ibrahim Ibrahim nahm an der Wahlparty in Neukölln teil. Er soll der links-sakulären Terrororganisation „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) nahestehen, wie der Verein „democ“ auf X postete. Er posierte am Abend sogar zusammen mit dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak. Im Wahlkampf warb die Linke massiv um die Stimmen der Israel-Gegner, teils sogar mit Wahlspots auf Arabisch.
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Clan-Chef war „nicht eingeladen“
Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die als Regierende Bürgermeisterin ins Rote Rathaus einziehen will, bemühte sich direkt um Schadensbegrenzung. Isso Remmo sei auf der Wahlparty „nicht eingeladen und wurde wieder rausgeschickt“, erklärte sie im ZDF. Mit organisierter Kriminalität habe man bei den Linken nichts zu tun.
Noch-Bürgermeister Kai Wegner von der CDU sprach dennoch von einem „verstörenden Signal“, dass Remmo auf der Feier war. „Gerade eine Partei, die Verantwortung für unsere Stadt übernehmen will, muss unmissverständlich deutlich machen, dass es keinerlei Nähe zu Strukturen geben darf, die zur organisierten Kriminalität gehören.“
